Beförderungen und Ehrungen bei der Röthenbacher Feuerewehr
Nachwuchs ist gesichert

Kommandant Anton Kick (rechts), Vorsitzender Hubert Schricker, zweiter Kommandant Richard Lang, Bürgermeister Werner Prucker (von links) und Jugendwart Matthias Käß (hinten links) freuten sich über Neuaufnahmen sowie die Auszeichnung von Wolfgang Käß und Helmut Troppmann (von rechts) für 40 Jahre aktiven Dienst. Bild: hfz
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Bayern
01.02.2016
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Eigentlich standen auf der Tagesordnung der Jahreshauptversammlung keine außergewöhnlichen Punkte. Doch Kommandant Anton Kick hatte zahlreiche Ehrungen und Beförderungen im Gepäck.

Röthenbach. Unter anderem zeichnete er in der Zoiglstube "Rechersimer" Wolfgang Käß und Helmut Troppmann für 40 Jahre aktiven Dienst aus. Käß, selbst jahrelang Vorsitzender, ist zusätzlich als Kassier im Vorstand tätig.

Eine besondere Freude war es für Anton Kick, Laura Wächter, Franziska Gretsch, Julia Kick und Felix Hasenfürter per Handschlag in die Jugendgruppe aufzunehmen. Vom passiven in den aktiven Dienst traten Matthias Wächter und Schriftführer Peter Meißner über. Zu Feuerwehrfrauen und -männern beförderte der Kommandant Franziska Käß, Willi Zölch und Felix Käß. Der aktiven Wehr schlossen sich Sebastian Hasenfürter und Max Würth an.

Vorsitzender Hubert Schricker berichtete von zehn neuen Mitgliedern, vier davon für den aktiven Dienst. Mit Stolz blicken Schricker und Kick auf eine 35-köpfige aktive Mannschaft und eine Jugendgruppe mit 10 Mädchen und Jungen.

Wieder Dorfweihnacht


Dass der Verein lebt und das kulturelle Angebot bei der Bevölkerung Anklang findet, zeigte der Rückblick des Vorsitzenden. Auch 2016 soll sich daran wenig ändern. Geplant ist unter anderem bereits eine Zwei-Tages-Fahrt. Am 11. Dezember soll nach einjähriger Pause zum vierten Mal eine Dorfweihnacht zugunsten der Kinderkrebshilfe Oberpfalz-Nord auf die Beine gestellt werden. Der Bau einer Grillstation im Anschluss an das Gerätehaus war mit vielen freiwilligen Arbeitsstunden verbunden. Unter der Regie von Anton Kick konnte das Werk allerdings in rekordverdächtiger Zeit abgeschlossen werden.

Der Kommandant zählte im Vorjahr zehn Einsätze. Als Herausforderung bezeichnete er den Brand im Waldgebiet bei Zainhammer. Mit seinem Vertreter und dem Jugendwart plant er bereits für Leistungsprüfungen und die Jugendleistungsspange. Verbesserungsbedarf sieht er bei der aktuell praktizierten SMS-Alarmierung. Es bestehe die Möglichkeit, mit den Nachbarwehren Reuth und Premenreuth eine optimierte technische Lösung zu erreichen. Bürgermeister Werner Prucker sicherte die Unterstützung der Gemeinde bei diesem Vorhaben zu.

Mit dem Übungsfleiß zeigte sich der Redner durchweg zufrieden, wobei dennoch "etwas Luft nach oben" sei. Auf Landkreisebene besuchten er und sein Stellvertreter verschiedene Schulungen und Fortbildungen. Kassier Wolfgang Käß berichtete trotz des Neubaus der Grillhütte von einer soliden finanziellen Basis. Bürgermeister Prucker dankte den Geehrten für ihre Treue und den Dienst am Nächsten. Erfreut zeigte sich das Gemeindeoberhaupt über die breite Unterstützung seitens der Bevölkerung.

Insbesondere die Dorfweihnacht ist zwischenzeitlich zu einem Aushängeschild für die Kommune geworden. So seien dadurch in den vergangenen Jahren über 10000 Euro für den guten Zweck gespendet worden.

Kreisbrandmeister eckt anFür reichlich Redebedarf unter den Versammlungsteilnehmern sorgten die Grußworte von Kreisbrandmeister Herbert Thurm. Dieser zeigte sich erfreut über die positive Entwicklung im Aktivenbereich. Im Rückblick auf die Inspektion des Gerätehauses gab er zu bedenken, dass eine effektivere Aufgabenverteilung oder Spezialisierung unter den drei Gemeindewehren eine Verbesserung bewirken könnte.

Die Reaktion der anwesenden Versammlungsteilnehmer zeigte jedoch, dass hier unterschiedliche Auffassungen herrschen. Nach Auffassung der Vereinsführung und der Kommandanten besteht hier kein Anlass für derartige Änderungen. Die Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren ist nach Auffassung der Röthenbacher ohnehin sehr gut.

Kooperation habe nichts damit zu tun, die Eigenständigkeit in Frage zu stellen. Zudem seien in der Vergangenheit Anstrengungen unternommen worden, um für den erforderlichen Nachwuchs zu sorgen. Die Fakten sprächen auch auf diesem Gebiet für sich, so die Verantwortlichen.
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