Beim Fernsehen gegruselt?

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Bayern
09.12.2014
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Vor dem Schlafengehen lieber noch mal hinter die Tür und unters Bett sehen. Sicher ist sicher. Wer kennt das nicht? Schließlich hat so ziemlich jeder schon mal einen Film oder eine Sendung gesehen, die ihm Angst gemacht hat.

Auch Albträume plagen dann den einen oder anderen. Aber warum können uns Filme überhaupt Angst machen? "Weil man mit den Geschichten mitlebt", sagt Fachfrau Maya Götz.

Wenn jemand von einem fiesen Menschen verfolgt wird, sorgt man sich um den Verfolgten. Auch wenn es nur ein Schauspieler im Film ist. Und man leidet zum Beispiel mit, wenn das Rehkind Bambi seine Mutter verliert. "Dann fühlt man sich auch ein bisschen so allein, als wäre einem das selbst passiert."

Manchmal fällt es also schwer, sich selbst klarzumachen, dass es nur ein Film ist, den man gerade schaut. In dem Moment nimmt man nicht so wahr, dass es gar nicht die Wirklichkeit ist. "Unser Gehirn kann dann schon mal glauben, dass zum Beispiel eine Bedrohung echt ist", sagt die Expertin. Wer sich im Fernsehen etwas ansieht, das ihm sehr Angst macht, der sollte lieber umschalten, rät die Fachfrau. "Angst zu haben, ist nichts Schlimmes. Es heißt nicht, dass man sonst nicht mutig ist."

Außerdem hilft es, über seine Ängste zu sprechen. Schnapp dir etwa deine Eltern und erzähl ihnen, was du gesehen hast und was dich nun beschäftigt. Auch bei Albträumen gibt es einen Trick: "Man kann versuchen, die Kontrolle im Traum zu übernehmen", sagt die Expertin.

Wer sich etwa vor einer bösen Kreatur fürchtet, der kann sich sagen: Die erledige ich mit einem Karate-Tritt! Oder eine gemeine Hexe - bei ihr könnte man sich sagen: Die verwandle ich mit einem Zauberpulver in ein kleines Äffchen. (dpa)
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