Bezirkswallfahrt der Kolpingsfamilien der Region Neumarkt
Gast aus Togo am Altar

Den Gottesdienst in Trautmannshofen zelebrierten, eingerahmt von den Fahnen der Kolpingsfamilien, der Bezirkspräses Pfarrer Gerhard Ehrl (Mitte) und Abbé Dieudonné Agbeko, Vorsitzender des Nationalverbands Togo (rechts). Mit am Altar (links) Diakon Robert Willmann aus dem Pfarrverband Lauterhofen. Bild: no
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Bayern
06.10.2016
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Seit vielen Jahren treffen sich Kolpingsfamilien aus der Region im Herbst in Trautmannshofen. Dieses Mal gesellten sich weit gereiste Besucher dazu.

Trautmannshofen. Mitglieder aus den Kolpingsfamilien in Kastl, Neukirchen und Ursensollen beteiligten sich an der Bezirkswallfahrt der Region Neumarkt. Traditionsgemäß führt sie immer im Herbst zur Wallfahrtskirche nach Trautmannshofen. Das Thema lautete heuer "Barmherziger Vater".

Mit dabei war zum ersten Mal eine Delegation aus Togo, an der Spitze Nationalpräses Abbé Dieudonné Agbeko. Aus dem afrikanischen Land stammt der ehemalige Lauterhofener Kaplan Marcel Akoumany. Erst vor kurzem wurde in Eichstätt eine Partnerschaft zwischen dem dortigen Kolping-Diözesanverband und dem Nationalverband Togo gegründet.

Agbeko freute sich, bei dieser Wallfahrt zur Kirche Mariä Namen mit dabei sein zu können. "Die Eucharistie", sagte der Geistliche, "hilft uns, gegenüber unseren Mitmenschen barmherzig zu sein." Den festlichen Gottesdienst zelebrierte der Bezirkspräses der Kolpingfamilien Neumarkt, der Lauterhofener Pfarrer Gerhard Ehrl, gemeinsam mit dem Priester aus Afrika. Für die musikalische Mitgestaltung sorgte der Kirchenchor Woffenbach.

Ehrl ging in seiner Predigt auf die angespannte Situation mit verschiedenen Krisenherden in der Welt ein. "Schenk der Welt ein menschliches Gesicht", führte der Geistliche, bezugnehmend auf einen Leitsatz des Katholikentags in Leipzig, weiter aus. Er wies auf die vielen Menschen in Syrien hin, die vom Hungertod bedroht sind. "Dieses Leid ist von Menschen und nicht von Gott gemacht," betonte der Pfarrer.

Der Einsatz von Bomben sei in Afrika und im Nahen Osten mittlerweile alltäglich geworden. Ehrl appellierte an die Christen, sich für die Umwelt und die Schöpfung einzusetzen. Er vermisse in der heutigen Welt die Orientierung am Glauben und auch die Solidarität mit den Armen. Er forderte die Wallfahrtsteilnehmer dazu auf, nicht nur an sich selbst zu denken, sondern auch an das Wohl der anderen.
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