Bibel, Pizza, Pasta

Pfarrer Jose Kulathoor (links) und Kirchenpfleger Manfred Prechtl. Bild: gis
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Bayern
12.08.2016
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Er mag das Alte Testament das Buch Daniel, die Apokalypse, Pasta und Pizza. Die Rede ist von Pfarrer und Hobbykoch Jose Kulathoor, der zurzeit Urlaubsvertretung für seinen Amtsbruder Pfarrer Josef Fischer macht.

Mehlmeisel/Fichtelberg. Die eine Leidenschaft ist berufsbedingt, die andere rührt daher, dass er in Rom seinen Master für Theologie macht sowie über längere Zeit Katholiken in Florenz betreute und daher ein Faible hat für die italienische Küche: Pfarrer Jose Kulathoor weiß, dass Essen Leib und Seele zusammenhält.

Erst seit einer Woche und bis zum 1. September kümmert sich der 30-jährige Priester um die Gläubigen in Fichtelberg und Mehlmeisel. Er stammt aus der Provinz Kerala/Indien, wo auch sein Vater, seine Mutter und seine 96jährige Großmutter leben und wo er mit zwei jüngeren Brüdern aufgewachsen ist. Während seiner noch kurzen Zeit in den beiden Pfarreien hat er bereits erfahren und erlebt, dass die Leute hier "very friendly und very happy" sind. Sehr freundlich begegnet aber auch er der Bevölkerung und ist sehr glücklich, hier zu sein, wobei Bayern, sowieso sein "Traumland" ist.

In seiner Freizeit erkundet Pfarrer Kulathoor, zum ersten Mal in Deutschland, gerne die Region. Und seit ihm Kirchenpfleger Manfred Prechtl, der ihm, ebenso wie die beiden Diakone Rudi Hoffmann, Franz Lautenbacher und andere hilfreich zur Seite steht, ein Fahrrad geliehen hat, zählt "Cycling" noch zu den Lieblingsbeschäftigungen des jungen geistlichen. Er liebt auch Musik, vor allem klassische, die er bereits bei einem Max-Reger-Konzert in Brand genießen konnte.

Sein liebstes Hobby aber ist Lesen: Lesen in Schriften des emeritierten Papstes Benedikt und in der Kirchengeschichte. Jose Kulathoor spricht - neben seiner Muttersprache - Englisch und Italienisch, und er bedauert, dass er "nur ein wenig" die deutsche Sprache beherrscht, mit der er sich erst ein paar Monate eine halbe Stunde täglich befasst.

Deshalb freut er sich, wenn er in Mehlmeisel, wo er in der Webergasse wohnt, und in Fichtelberg eingeladen wird, um weitere Kontakte zu knüpfen und sein Deutsch zu verbessern. Gerne würde er im nächsten Jahr wiederkommen. Das wünscht sich auch die Bevölkerung.
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