BLSV-Präsident macht Hoffnung
Beim Sportcamp gut im Rennen

Podiumsgespräch mit TMO-Geschäftsführer Andreas Munder, den Bürgermeistern Franz Tauber (Mehlmeisel) und Stephan Unglaub (Bischofsgrün), BLSV-Präsident Günther Lommer, Fördervereinsvorsitzender Thilo von Glas (von links), die Rathauschefs Axel Herrmann (Warmensteinach) und Georg Ritter ( Fichtelberg) sowie Landrat Herrmann Hübner (von rechts). Bilder: gis (2)
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Bayern
08.08.2016
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Über mangelndes Interesse brauchten sich die Betreiber der Informationsstände nicht zu beklagen.

Es scheint, als ob das ganze Fichtelgebirge auf den Beinen ist, um die "Sommerlounge" zu genießen, Kontakte zu knüpfen, Leute zu treffen und mitzumachen. Und die Gäste schnappen auch die neusten Informationen zum geplanten BLSV-Sportcamp auf.

Bischofsgrün. An der Talstation Nord, dort wo es entstehen soll, erklärte der Präsident des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV), Günther Lommer: "Ich kann zwar nicht verkünden, dass wir bauen, aber ich bin sehr, sehr zuversichtlich." 2019 solle das Sportcamp bezogen werden. "Wenn's was wird, dann was ganz Großes mit Dreifach-Sporthalle, zwei Fußballfeldern, Beachvolleyballanlage, Hotel, Niederseilgarten und vielem, vielem mehr". Anhand eines kleinen Films konnten sich Interessierte bereits ein Bild davon machen.

Der Förderverein Fichtelgebirge hatte die Mega-Veranstaltung, die zum vierten Mal stattfand, mit den Gemeinden Bischofsgrün, Fichtelberg, Mehlmeisel und Warmensteinach sowie weiteren Partnern organisiert - darunter auch die Tourismuszentrale Fichtelgebirge, der Bayerische Landessportverband, das Regionalmanagement des Landkreises Tirschenreuth und auf tschechischer Seite das Regionalentwicklungsinstitut IPTU.

Unter dem Motto "aktivEr leben - Action, Sport und Spaß inmitten herrlicher Natur" standen Präsentationen von (fast ) allem, was die Region zu bieten hat. Ausstellungen, Gesundheitswanderungen, Mountainbike-Touren, spannende, lehrreiche Aktionen am laufenden Band und nicht einmal der Schnee fehlte bei den Vorführungen von "Historischem Wintersport".

"Wir sind mächtig stolz und geben unser Bestes", hatte Bürgermeister und Hausherr Stephan Unglaub die Besucher bei der ersten Gesprächsrunde begrüßt. Andreas Munder, Geschäftsführer der Ochsenkopf-Tourismus AG, stellte die wichtigsten künftigen Projekte vor - den Ausbau des Silbereisenbergwerks, des Ochsenkopf- und Bleaml-Alm-Areals und des Glasmuseums. Insgesamt seien es 30, "wobei wir alle an einem Strang ziehen müssen", betonte Landrat Herrmann Hübner.

Zum Sachstand der Therme in Fichtelberg konnte Bürgermeister Georg Ritter "noch gar nichts sagen", er wird aber in dieser Woche mit dem Geschäftsführer der Kristallbad-GmbH Gespräche führen. In der "Pipeline" sind unter anderem ein zweieinhalb Kilometer langer Barfuß-Sinn-Wanderweg, ein Trauungs-Pavillon am Fichtelsee und mehrere "kleine Sachen, die die Attraktivität der Gemeinde steigern".

"Wir planen, bestens unterstützt vom Forstbetrieb Fichtelberg, unseren Wildpark zu erweitern", informierte Mehlmeisels Bürgermeister Franz Tauber. Sicherlich werden dort noch Wolf und Bär einziehen. Rückhalt vom Bayerischen Staatsforst habe die Gemeinde auch bei ihrer Vision, einen Waldwipfelweg zu bauen: "Wir sind bereits nah dran."

Die Gemeinde Warmensteinach sei im "Radnetz gut unterwegs", berichtete Bürgermeister Axel Herrmann. Geplant seien weitere Biker-Strecken für Familien und Downhiller. "Wir geben nicht auf. Für unsere Höhenklinik werden wir sachlich und fair weiterkämpfen", betonte Bürgermeister Stephan Unglaub. Er zeigte sich enttäuscht, weil er von den betreffenden Stellen keine Antworten erhalte. Umso mehr freut er sich auf den Winterwandertag 2018, den die Ochsenkopfgemeinden gestalten.

Das Fichtelgebirge ist auch eine wichtige Talentschmiede für den Nachwuchssport ist. Deshalb stand neben BLSV-Präsident Günther Lommer auch Horst Hüttel, sportlicher Leiter des Deutschen Skiverbandes für Skisprung und Nordische Kombination, auf der Bühne. Auch der Landkreis Tirschenreuth zeigte sich an seinen viel besuchten Messeständen von seiner allerbesten Seite.

Dem Neualbenreuther Bürgermeister Klaus Meyer ist der Stolz auf das im vergangenen Jahr von ihm und seinen beiden Amtskollegen aus Bad Alexandersbad und Franzensbad aus der Taufe gehobene Bayerisch-Böhmische Bäderdreieck (Sibyllenbad, Bad Alexandersbad, Franzensbad) ins Gesicht geschrieben. "Wir wollen die Bäder jetzt erst einmal mit Radwegen verbinden", informierte Florian Rüth vom Regionalmanagement des Landkreises Tirschenreuth.
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