Bund der Vertriebenen vergibt bei Festakt in Marktredwitz mehrere Auszeichnungen
Lob und Dank für große Verdienste

Kreisvorsitzender Günther Wohlrab (links) erhielt aus den Händen des Landesvorsitzenden Christian Knauer die Silberne Ehrennadel des Bundes der Vertriebenen. Bild: jr
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Bayern
28.09.2016
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Marktredwitz. Mehrere Auszeichnungen vergab der Bund der Vertriebenen beim zentralen Festakt für den Freistaat Bayern im Egerland-Kulturhaus. Für ihre Verdienste um die Vertriebenen wurden BdV-Kreisvorsitzender Günther Wohlrab (Marktredwitz) mit der Silbernen Ehrennadel und Albrecht Schläger (Hohenberg/Eger) mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Beide hätten sich in besonderem Maße um die Belange der Vertriebenen und Egerländer eingesetzt. Landesvorsitzender Christian Knauer dankte beiden Funktionären für ihre Arbeit und hoffte auf eine Fortsetzung des Engagements.

Mit einer Ehrengabe wurde der Maler, Grafiker, Zeichner und Buchillustrator Radu-Anton Maier (Fürstenfeldbruck) geehrt. BdV-Landesvorsitzender Christian Knauer würdigte die Lebensleistung von Radu-Anton Maier, der 1934 in Klausenburg/Siebenbürgen geboren wurde. In seiner Heimat wurde der Künstler demoralisiert und unter Druck gesetzt. Gedemütigt verließ er 1967 sein Land und kam nach München. Dort konnte er sich endlich künstlerisch frei entfalten. Seine erste Ausstellung fand 1968 im Haus der Begegnung in München statt. Nach dem Ende des Kommunismus in Rumänien nahm er wieder Kontakt in seine ehemalige Heimat auf. Als Zeichen der Wiedergutmachung ernannte ihn seine Heimatstadt Klausenburg zu Ehrenbürger. Es folgten Einladungen zu Ausstellungen in Klausenburg und Hermannstadt. Die Auszeichnung des Bundes der Vertriebenen erhielt er in Anerkennung seines bisherigen Schaffens und für sein konsequentes Eintreten für Freiheit und Menschenrechte. Die gleiche Auszeichnung gab es für Renate Stiefl (Bindlach) und Horst-Peter Wagner (Goldkronach). Beide hätten sich mit ihrem Film- und Zeitzeugenprojekt "Vom Iser- ins Fichtelgebirge" verdient gemacht. Der Film bietet einen Einblick in die Geschichte der Glasproduktion Warmensteinachs. Er erzählt von den heimatvertriebenen Glas- und Schmuckfachleuten, deren Pionierleistungen und zeigt, was bis heute erhalten ist. BdV-Landesvorsitzender Christian Knauer sprach von einer hochinteressanten und wertvollen Dokumentation.

Der mit 2000 Euro dotierte Kulturpreis des BdV Bayern ging an die Stadt Hof. Landesvorsitzender Christian Knauer würdigte die Verdienste der Stadt um das Museum "Bayerisches Vogtland". Von Anfang an hätten die ortsansässigen Landsmannschaften den Wunsch gehabt, eine ostdeutsche Heimatstube zu gründen, um die aus der Heimat zusammengetragenen Gegenstände angemessen zu präsentieren. Eröffnet wurde das Museum schließlich im Januar 2012. Darin erfahren die Besucher vieles über das Schicksal der Millionen von Menschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus ihrer Heimat vertrieben wurden.

Weitere Informationen unter http://www.raduart.de/kulturpreis-bdv-bayern-2016-ehrengabe-fuer-den-kuenstler-radu-anton-maier.html
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