Cornhole-Meisterschaft in Speichersdorf
Maiskörner als Sportgerät

Cornhole, das ist ein großes Fest mit den Familien amerikanischer Soldaten. Diesmal gewannen Johannes Kraus und Monika Gosslau (Mitte mit dem Siegerpokal). Auf Platz zwei kamen Mario Baldiman und Matthew Balsamo (links daneben), auf Rang drei Amy Beldiman und Bernd Gosslau (rechts daneben). Bilder: bkr (2)
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Bayern
02.08.2016
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Die Sportart Cornhole erobert die Gemeinde. Bürgermeister Manfred Porsch hatte am Sonntag eine neue Vision: "Über eine deutsche Meisterschaft könnte man schon mal nachdenken".

Speichersdorf. (kr) Nach der Kegel- und Stacker-Weltmeisterschaft eine deutsche Cornhole-Meisterschaft? "Cornhole Bavarian Open Championships" stand schon mal auf dem großen Siegerpokal. Vielleicht noch etwas zu weit gegriffen, aber nicht utopisch. Schließlich fanden drei Wochen vorher die zweiten Franken Cornhole Masters in Büchenbach statt. Deutsche Meisterschaften gibt es seit 2012. Warum nicht eine "Bayerische" in Speichersdorf beleben und eine "Deutsche" holen?

Bei den Speichersdorfer Meisterschaften hört man das Aufschlagen der Maissäckchen auf den leicht schräg gestellten Boards (Brettern) seit 2013 in der Albrecht-Dürer-Straße. Dort lebende US-Soldaten hatten das von Indianern stammende Spiel mitgebracht. "Im alten Dorf, Plössen und Vorbach spielt man es auch schon", berichtete Christian Porsch. Eine junge Australierin, gebürtige Portugiesen, Mexikaner und Amerikaner wetteiferten am Sonntag bei der vierten Meisterschaft in der Albrecht-Dürer-Straße um den Sieg.

Neun Paar Boards waren aufgestellt. Aus zehn Metern galt es, 15 mal 15 Zentimeter große, mit 400 Gramm Maiskörnern gefüllte Säcken in ein 27,5 Zentimeter Durchmesser großes Loch aus zehn Metern Entfernung zu werfen. Es spielen immer zwei Teams mit je zwei Werfern gegeneinander. Fällt ein Säcken in das Loch, gibt es drei Punkte. Einen, wenn es auf dem Board liegen bleibt. Dabei kann sich eine Mannschaft selbst benachteiligen, wenn es ein gegnerisches Säckchen in das Loch schiebt.

23 Teams (46 Spieler) traten am Sonntag an. "So viele wie noch nie", schwärmte Lothar Ziegler, der mit Johannes Kraus die Vorbereitungen und die Organisation übernahm. Die Paarungen wurden ausgelost. Über die "Verliererrunde" schafften Monika Gosslau und Johannes Kraus den Einzug ins Finale, ungeachtet dessen, dass sie die ersten drei Begegnungen verloren hatten. Ungeschlagen marschierten über die "Gewinnerrunde" Mario Beldiman und Matthew Balsamo ins Finale. Die "Loser" steigerten sich bis dorthin enorm und schlugen die "Winner" mit 21:10, 22:7 und 21:16, 23:10. Dritte Sieger wurden Amy Beldiman und Bernd Gosslau.

Sieger ist, wer zwei Mal 21 Punkte für sich addiert. Dabei werden die Differenzen der Punkte einer jeder Wurfserie zusammengezählt. Zwischen Null und zwölf Punkten ist alles möglich. Im Finale allerdings benötigt das "Loser-Team" zwei Siege, dem Vertreter der "Winner-Runde" würde einer reichen.

In der Albrecht-Dürer-Straße werden bei schönem Wetter immer ein paar Boards, Tische und Bänke aufgebaut. "Spieler finden schnell zusammen und miteinander trinken wir ein Bierchen", verrät Heike Ziegler. Und: "Jede Familie hat schon ein eigenes Board."
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