Defi für alle

Matthias Herzog, Teamleiter im Büro (links), und Forstbetriebsleiter Winfried Pfahler präsentieren den neuen Defibrillator am Forstbetrieb in Fichtelberg, der Privatpersonen zur Verfügung steht. Bild: Manfred Hertel
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Bayern
23.08.2016
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Im Kampf gegen den plötzlichen Herztod zählt jede Sekunde. Der Forstbetrieb Fichtelberg hat mit der Anschaffung eines Defibrillators eine sinnvolle Investition getätigt.

Fichtelberg. Seit wenigen Tagen ist im Dienstgebäude in der Poststraße 14 ein "Defi" installiert. Er steht bei Notfällen nicht nur den Mitarbeitern des Forstbetriebs zur Verfügung. Der weiße Kasten hängt im Eingangsbereich. Darin liegt ein unscheinbares Gerät mit Aufschrift "Lifepack Defibrillator". Und das soll Leben retten?

Elektroschocks


Winfried Pfahler, Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg und hier verantwortlich für gut 70 Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten, bestätigt dies: "Bei einem Kreislaufstillstand kann das Gerät mit Elektroschocks das Herz wieder zum Schlagen anregen. Unsere Mitarbeiter werden bei regelmäßigen Erste-Hilfe-Fortbildungen auch in der Anwendung dieses Defibrillators geschult. Im Notfall steht das Gerät während unserer normalen Arbeitszeiten zwischen 7 Uhr und 16.30 Uhr natürlich jedermann zur Verfügung - ganz gleich ob Mitarbeiter oder Privatperson. Die rasche Notfallvorsorge steht im Vordergrund. " Ein Defibrillator kann durch Stromstöße Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern und Vorhofflimmern beenden. In den meisten Fällen des plötzlichen Herztods liegt anfangs ein sogenanntes Kammerflimmern vor. Dann zählt jede Sekunde. Entscheidend ist der schnellstmögliche Einsatz eines Defibrillators, da es durch das Kammerflimmern zu einer Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff kommt, die in kurzer Zeit zu Schäden führen kann.

Sofortiger Notruf


Im Notfall ist es wichtig, sofort den Rettungsdienst zu alarmieren und mit Herzdruckmassage und Beatmung zu beginnen. Der "Defi" kann dabei mit einem oder mehreren Elektroschocks das Herz wieder zum Schlagen anregen. Selbstständig erkennt der automatische, externe Defibrillator - abgekürzt AED - dabei, ob ein Elektroschock medizinisch sinnvoll ist und führt diesen automatisch aus. Sobald das Gerät aktiviert wird, erteilt es einfache, klare Anweisungen, was zu tun ist. Und diese werden auch so lange wiederholt, bis jeder Anwendungsschritt ausgeführt wurde- bei aller Hektik im Notfall eine wertvolle Hilfe.

"Als Ersthelfer können Sie nichts falsch machen", appelliert Winfried Pfahler. "Zögern Sie bitte nicht, im Notfall das Gerät zu holen und einzusetzen. Sie können damit Leben retten."
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