Die IWK klärt auf
Fünf Fragen zum Wetter Mitte bis Ende Oktober

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Bayern
14.10.2016
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Die Wetterredaktion des Instituts für Wetter- und Klimakommunikation für Deutschland, Europa und die Welt beantwortet die fünf aktuellsten Fragen zum Wetter.

20 Grad am Wochenende – Kommt jetzt der goldene Oktober?

Über zehn Tage dominiert jetzt schon Hoch „Peter“ unser Wetter mit kühler und wolkenreicher Luft. Doch schon am Freitag,14.Oktober kommt neuer Schwung in die Wetterküche. Von Spanien her nähert sich Tief „Brigitte“, dass insbesondere im Südwesten und Süden Deutschlands für einen deutlichen Temperaturanstieg sorgt. Dazu kommen im Allgemeinen noch einige Wolkenfelder mit etwas Regen, die sich jedoch in der Mitte und im Südwesten am Wochenende lichten, sodass auch mit einigen freundlichen Abschnitten zu rechnen ist. So richtig gülden wird der Oktober also auch nicht an diesem Wochenende, wenngleich es auch an einigen Orten etwas freundlicher und wärmer zu geht.

Glatte Straßen – Wann und wo muss man jetzt besonders vorsichtig fahren?

In den nächsten Tagen wird es zwar etwas milder jedoch werden die Nächte immer länger, und so kann sich die Luft insbesondere bei größeren Auflockerungen stark auskühlen. Besonders in Mulden und Senken sowie auf Brücken und Überführungen muss früh morgens mit leichtem Bodenfrost gerechnet werden. Aber auch das Laub auf den Straßen kann für zusätzliche Glätte auf den Straßen sorgen. Vorsicht ist also auch in diesen Tagen geboten, obwohl die vorhergesagten Höchsttemperaturen anderes vermuten lassen.

Wärmende Föhnlagen – Wie stehen die Chancen auf wärmenden Föhn im Alpenvorland?

Mit Tief „Brigitte“ dreht die Luftströmung schon heute am Alpenrand auf Süd. So strömt feuchtwarme Luft aus Südeuropa gegen die Südalpen, regnen sich ab und auf der Alpennordseite entsteht Föhn. Trockene und deutlich wärmere Luft strömt ab Freitag in die Voralpentäler und lässt die Temperaturen in die Höhe schnellen. Mit Höchstwerte von 20 Grad und mehr kann durchaus gerechnet werden. Bis Samstag kann sich diese Föhnlage halten, bis sie durch ein Randtief unterbrochen wird. Aber die hohen Temperaturen haben auch eine Kehrseite. Auf den Gipfel der Alpenkette sowie im Erzgebirge muss dabei mit Föhnsturm gerechnet werden. In exponierten Gipfellagen sind im Erzgebirge schwere Sturmböen, an den Alpengipfeln auch orkanartige Böen möglich. In den Tälern ist der Wind nicht so stark, jedoch kann es vereinzelt auch zu stürmischen Böen kommen.

Herbstferien – Wo finden kurzentschlossene in Europa noch Sommerwetter?

Insbesondere im Süden Portugals und Spaniens sind die Temperaturen ab dem Wochenende wieder sommerlich mit Höchstwerten zwischen 24 und 28 Grad. Dabei ist es auch über das Wochenende hinaus überwiegend trocken. Etwas kühler ist es hingegen im Süden Italiens sowie in Griechenland, wenngleich auch hier das Wetter überwiegend freundlich ist. Doch ist in der kommenden Woche hier mit einigen Schauern und auch Gewittern zu rechnen. Doch Schauer und Gewitter gehören ja schließlich zu einem Sommer dazu. Wer es jedoch noch etwas wärmer möchte, muss weiter gen Süden reisen und somit womöglich noch tiefer in die Urlaubskasse greifen.

Überall Wolken – Warum gibt es im Herbst mehr Wolken, als im Frühjahr?

Der Herbst stellt den Übergang zwischen dem warmen Sommer und dem kalten Winter dar. Dabei ist im Allgemeinen die Luftmasse also noch recht warm und kann viel Feuchtigkeit tragen. Kühlt sich diese Luft nun ab, kann sie die Feuchtigkeit nicht mehr halten und es kommt zur Kondensation, sprich zur Wolkenbildung. Im Frühjahr ist die Luft hingegen noch recht kalt und kann dadurch weniger Feuchtigkeit aufnehmen und so auch weniger Wolken produzieren. So ist der Herbst tatsächlich wolkenreicher als das Frühjahr.
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