Drei Millionen Euro Schaden
Feuerteufel wütet im Freistaat

Feuerwehrleute mit Atemschutzgerät bekämpfen den Brand in Wallerstein. Bild: dpa
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Bayern
28.12.2015
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München/Wallerstein. Mehrere Millionen Euro Schaden und zahlreiche Verletzte: Feuerwehren im Freistaat mussten an den Weihnachtstagen und am Sonntag zu mehreren Großeinsätzen ausrücken.

In Wallerstein (Kreis Donau-Ries) gab es bei Brandanschlägen auf zwei Gebäude in der Nacht auf den 24. Dezember zwölf Verletzte, darunter sieben Jugendliche. Bewohner eines Mehrfamilienhauses hatten wegen eines Brandes im Keller eines der Gebäude die Feuerwehr alarmiert. Zeitgleich bemerkte ein Bewohner im angrenzenden Nebengebäude brennende Wäsche auf einer Waschmaschine. Für beide Feuer war wohl ein 22 Jahre alter Mann verantwortlich, den die Polizei am Tatort festnahm. Er hatte sich während der Löscharbeiten stark alkoholisiert vor dem Gebäude aufgehalten.

In München brannte am Abend des ersten Weihnachtsfeiertages ein Dachstuhl und verursachte einen Millionenschaden. Drei Menschen erlitten nach Angaben der Feuerwehr eine Rauchgasvergiftung. Alle übrigen Bewohner des Altbaus blieben unverletzt, durften aber bis zum Sonntag nicht zurück in ihre Wohnungen. Die Brandursache war unklar. Zwei weitere Brände in der Landeshauptstadt wurden hingegen durch Weihnachtsschmuck ausgelöst. Im Stadtteil Forstenried erlitt ein 62 Jahre alter Mann am Abend des zweiten Weihnachtsfeiertages Verbrennungen im Gesicht, als er gemeinsam mit seiner Ehefrau vergeblich versuchte, den Christbaum zu löschen. Dieser habe Feuer gefangen, nachdem er sich an einer zu nahe stehenden Kerze entzündet hatte. Es entstand ein Schaden von 100 000 Euro, zudem erlitt die 60 Jahre alte Ehefrau eine Rauchgasvergiftung.

Beim Brand in einer Dachgeschosswohnung in Miltenberg (Unterfranken) ist am Sonntagabend eine 58 Jahre alte Bewohnerin schwer verletzt worden. Die Brandursache war zunächst nicht bekannt. Die Polizei schätzte den Schaden auf mehrere zehntausend Euro. In Niederbayern brannten ein Lagergebäude und ein Sägewerk. Glimpflich ging ein Kurzschluss in einer Diskothek in Schweinfurt aus: In der Nacht zum Heiligabend mussten dort rund 450 Besucher ins Freie gebracht werden, weil sich starker Rauch ausbreitete.
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