Edmund Bruckner will aufhören
FWG-Gemeinderat beantragt Niederlegung seines Mandates

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Bayern
02.08.2016
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Speichersdorf. Über eine Bitte, aus dem Stadtrat-Gremium austreten zu dürfen, und einige Bauanträge informierte Bürgermeister Manfred Porsch in der letzten Sitzung die Räte. Edmund Bruckner (FWG) wolle auf eigenen Wunsch zum Ende der Sommerpause aus dem Gremium ausscheiden, teilte Porsch mit. Das Niederlegen seines Mandates begründete er mit wachsenden gesundheitlichen Problemen, die ihn zu dieser Entscheidung zwingen würden.

Er war seit 2002 als Nachrücker für Hans Bräutigam im Speichersdorfer Gemeinderat vertreten. Die Räte wollen in der Septembersitzung über Bruckners Antrag entscheiden, Nachrücker wäre Gernot Hammon. "Es war eine schöne und interessante Zeit. Ich danke euch für die gute Zusammenarbeit", meinte Bruckner.

Porsch informierte auch über einen an das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) gestellten Antrag der Rechtlergemeinschaft Kirchenlaibach. Sie fordere ein Ablösungs- oder Aufhebungsverfahren für die Gemeindenutzungsrechte an Waldgrundstücken in Grund und Boden. Das Gemeindeoberhaupt erläuterte dazu, dass eine Ablösung bereits seit einem Jahrzehnt gewünscht wird. Dies betrifft eine Waldfläche von rund 54 Hektar.

Weniger Waldnutzer


Die Rechtlergemeinschaft stelle zunehmend fest, dass die Zahl der Waldnutzer rapide abnimmt und die Nutzung auf Dauer gefährdet sei. Fast alle 26 Rechtler stehen hinter dem Antrag. Das Verfahren sei laut Porsch in der Bayerischen Gemeindeordnung geregelt. Die Ablösung könne in Geld oder Grund und Boden erfolgen. Die Gemeinde ist Eigentümer der Flächen, die durch die Rechtler rechtmäßig bewirtschaftet werden. Zunächst sei der Wald- und Bodenwert zu ermitteln. Die Rechtler erhalten anteilsmäßig zwei Drittel und die Gemeinde ein Drittel des Wertes in Form von Flächen. Das ALE übernimmt das Aufteilungsverfahren, wenn sich alle einig sind. Die Wertermittlung, Aufteilung und Vermessung erfolgt durch die Behörden, wobei alle Flächen erschlossen sein müssen. Das Verfahren wird bis zu drei Jahre dauern. Der Gemeinderat stimmte der Aufteilung zu.

Der Ortssprecher von Wirbenz, Harald Graf, wies auf Straßenschäden Richtung Wirbenzer Au und den Windradstandorten hin. Zudem sollten dort die Straßenbäume zurückgeschnitten werden. Außerdem forderte er Unterhaltungsmaßnahmen an der Haidenaab und den Flutbrücken. Porsch erklärte, dass er bereits beim Wasserwirtschaftsamt Hof Antrag auf Unterhaltungsmaßnahmen an diesem Gewässer II. Ordnung gestellt hat. Zudem seien Holzablagerungen entlang der Überflutungsflächen unzulässig und zu beseitigen. Porsch gab bekannt, dass die Gemeinde den Anbau eines Geräteraumes an die vorhandene Doppelgarage in der Mozartstraße 21 von Nadja und Roland Busch im Freistellungsverfahren genehmigt hat.

Doppelgarage genehmigt


Monika und Paul Donata planen auf dem Grundstück Seestraße 10, die bestehende Garage zu einer Doppelgarage zu erweitern. Dem Bauvorhaben wurde unter dem Hinweis einer notwendigen Abstandsflächenübernahme des Nachbarn und zugelassenen Überschreiten der Baugrenze zugestimmt.

Der Gemeinderat erteilte zudem Melanie und Alexander Schmidt eine isolierte Befreiung für den Neubau eines Carports mit zwei Stellplätzen auf dem Grundstück Mozartstraße 32. Die Änderung der Dachform vom Sattel- in ein Pultdach wurde genehmigt und die Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes erteilt.Der Gemeinderat ernannte Tobias Oppl zum neuen stellvertretenden Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Windischenlaibach. Er hatte zum Zeitpunkt der Wahl bei der Jahreshauptversammlung Anfang Januar 2016 das gesetzlich vorgeschriebene Mindestalter noch nicht erreicht.Nachdem er Mitte Juli seinen 22. Geburtstag feierte, konnte ihn nun die Gemeinde als Dienstherr offiziell per Ratsbeschluss in seinem neuen Amt bestätigen. Bürgermeister Manfred Porsch erläuterte, dass er binnen eines Jahres den Gruppenführerlehrgang und den Kurs als Leiter einer Feuerwehr an einer staatlichen Feuerwehrschule erfolgreich besuchen muss, um die Stellvertreterfunktion des Kommandanten Rainer Schneider übernehmen zu können.
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