Ehefrau bestreitet Mordversuch

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Bayern
01.12.2016
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Landshut. Eine wegen Mordversuchs an ihrem Ehemann angeklagte Krankenschwester aus Niederbayern hat den Tatvorwurf indirekt bestritten. Die 65-Jährige aus Altdorf (Kreis Landshut) soll ihrem Mann laut Anklage über einen längeren Zeitraum Blutverdünnungsmittel verabreicht haben, um ihn zu töten.

Als der 66-Jährige im Juni 2015 wegen starker Blutungen in ein Krankenhaus kam, habe die Ärztin sie gefragt, ob ihr Mann Marcumar-Patient sei, weil die Blutgerinnungswerte extrem schlecht seien, sagte die Angeklagte am Mittwoch vor dem Landgericht Landshut. "Ich war erstaunt. Ich wusste nicht, dass er Marcumar-Patient war." Das Mittel wird zur Hemmung der Blutgerinnung eingesetzt. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Mordversuch aus Habgier aus. Die Frau berichtete zwar von Streit und gegenseitigen Eifersuchtsszenen, auch eine Trennung stand im Raum. Sie habe sich aber immer um ihren Ehemann gekümmert.

Aus Termingründen musste die Aussage des Opfers verschoben werden. Als der Ehemann wenige Sekunden in den Gerichtssaal kam, brach die Angeklagte weinend zusammen. Zu dem konkreten Tatvorwurf wollte sie sich erst nach der Aussage des Opfers äußern. Der Prozess wird am 6. Dezember fortgesetzt.
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