Ehrenamt
Auch Arbeit im Hintergrund honorieren

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Bayern
25.11.2016
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Speichersdorf. Die Ehrungen verdienter Bürger bei einem Festkommers während des Bürgerfestes 2017 vom 27. bis 30. Juli, waren für Claudia Fischer Anlass zur Kritik. Die Gemeinderätin monierte in der SPD-Jahreshauptversammlung die seit 20 Jahren "eingefahrene Praxis", anhand festgezurrter Kriterien Bürgerkrug, Ehrennadeln und Ehrenbürgerwürde zu vergeben. Langjährige Vorsitzende und Vorstandsmitglieder sollten für ihre Verdienste ausgezeichnet werden, sie dürften aber die einzige Zielgruppe sein. Was sei mit den Aktivposten mit jahrzehntelangen Leistungen im Hintergrund, die den Vorständen den Rücken freihielten, fragte sie. Auch gebe es diejenigen, die unbemerkt von der Öffentlichkeit in höchst anspruchsvollen Bereichen wie Krisenmanagement, Notfallseelsorge und Pflege tätig sind. "Auch Bürger der zweiten Reihe müssen geehrt werden. Sie sind der Mörtel des Ehrenamtes", forderte Fischer. Es gebe viele, die als kleine Mitarbeiter jahrzehntelang unauffällig wertvollsten Dienst im Hintergrund leisteten. Sie forderte deshalb, die bisherige Praxis und die Kriterien zu überdenken. "Wir wollen, dass auch diese Bürger in den Fokus rücken und angemessen gewürdigt werden."

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