Ein echter Kümmerer
Speichersdorfer erweisen versorbenem ehemaligen Gemeinderat Gerd Meyer die letzte Ehre

Bürgermeister Manfred Porsch (stehend) rief im Trauergottesdienst die Verdienst des am Samstag verstorbenen ehemaligen Gemeinderats Gerd Meyer (vorne im Bild) in Erinnerung. Bild: hia
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Bayern
23.12.2015
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"D' Meyers Gerd - Er war immer um andere besorgt und hat sich immer um andere gesorgt", erklärte Pfarrer Dirk Grafe in seiner Predigt. Eine große Trauergemeinde gab am Mittwoch dem am Samstag verstorbenen VdK-Vorsitzenden, Kommunalpolitiker und leidenschaftlichen Musikus das letzte Geleit.

Wirbenz. "Umtriebig bis zum letzten Atemzug war er immer zu anderen unterwegs, ging auf andere mit offenen Armen zu und trat für andere ein - ja er war ein Kümmerer", so der Geistliche. Dies zeigte sich vor allem in den 20 VdK-Jahren, zunächst als zweiter Vorsitzender (1996 bis 2008), danach an der Spitze des Ortsverbandes. Meyers Engagement würdigte Kreisvorsitzender Dr. Christoph Rabenstein. Unter dessen Führung sei die Mitgliederzahl von 281 auf 371 gestiegen. Noch am vergangenen Donnerstag hatte er als VdK-Vorsitzender seinen Mitgliedern das Programm 2016 vorgestellt.

Träger der Bürgermedaille


Meyer gehörte für den CSU-Ortsverband dem Speichersdorfer Gemeinderat sowie dem Bau- und Umweltausschuss (1978 bis 2002) an. Aufgrund seines langjährigen Wirkens in der Kommunalpolitik erhielt der 78-Jährige 1996 die Dankurkunde der Freistaates Bayern und 1997 die Bürgermedaille in Bronze, erinnerte Bürgermeister Manfred Porsch. Die Kommune habe Meyer viel zu verdanken. "Er war stets hilfsbereit, lebensfroh und rechtschaffen, immer freundlich - selten wütend, stets kollegial sowie ehrenamtlich engagiert und aufgrund dieser Eigenschaften überall sehr beliebt." Seine herzliche, zuverlässige und zugängliche Art und nicht zuletzt seine unermüdliche, nachhaltige Schaffenskraft sowie sein hohes Pflichtbewusstsein hätten ihm das Vertrauen und die Wertschätzung sowie die Sympathie der Bevölkerung gesichert.

Meyer sprühte vor Ideen und Visionen, gepaart mit einer Portion Schlitzohrigkeit. So befasste er sich bereits in den 1990er Jahren mit der Nutzung von regenerativer Energie aus Wind und Sonnenlicht, um ökologisch Strom zu produzieren.

Zudem brachte sich der Verstorbene jahrzehntelange bei der Wirbenzer Feuerwehr, Soldatenkameradschaft und beim Männergesangverein 1854 ein. Bei der Flurbereinigungs- und Jagdgenossenschaft war er 20 Jahre als stellvertretender Vorstand aktiv. Beim TSV Kirchenlaibach gehörte er zu den treuen Fans. Seine Leidenschaft galt der Musik: Er spielte Schifferklavier, wann immer es ging. Weit über die Gemeindegrenzen war er als Quetschnspieler bei Kirchweihfesten, Geburtstagen oder bei Weihnachtsfeiern beliebt. Er hinterlässt seine Frau Gerlinde und die erwachsenen Kinder Bernd, Sybille und Sonja.
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