Ein Fest der Zukunft

Vermischtes BY
Bayern
17.08.2016
27
0

Mittelpunkt des Hammricher Frauentags, einem uralten Fest zur Ehre der Muttergottes, ist immer ein beschaulicher Feldgottesdienst an der Lorettokapelle. Die Messe bekam am Montag durch die Mitfeier des ehemaligen Erzbischofs der polnischen Diözese Opole (Opeln), Professor Dr. Alfons Nossol, eine besondere Wertschätzung.

Mehlmeisel/Unterlind. Zusammen mit Diakon Franz Lautenbacher zelebrierte der Würdenträger die festliche Stunde, die die Original Fichtelgebirgsmusikanten unter der Leitung von Franz-Josef Pscherer musikalisch mitgestalteten. In seiner Predigt lud der Geistliche die über 600 Gläubigen am Hammerkirchl ein, in Wort und Tat Gott zu suchen sowie Maria, die das Bild des erlösten Menschen sei und eine "Frau der Erde, des Himmels und der Heimat ist".

"Nur durch die Gobalisierung der Liebe, so wie es die Päpste getan haben, könne eine Welt aufgebaut werden und neue Hoffnung wachsen, gab Nossol den Versammelten mit auf den Weg. "Mariä Himmelfahrt ist ein Fest der Zukunft", betonte der Geistliche abschließend, "denn wir erwarten die Gemeinschaft mit Christus im Himmel".

Marsch mit Musik


Begleitet wurde der ehemalige Erzbischof von MdB Hartmut Koschyk, der auch die Kontakte nach Unterlind schuf, sowie Landrat Herrmann Hübner und weiteren prominenten Gästen, die sich dann auch in den langen Festzug zur Festhalle zum Frühschoppen mit den Fichtelgebirgsmusikanten einreihten.

Zum Schluss des Gottesdienstes segnete Dr. Alfons Nossol nach altem Brauch noch die mitgebrachten Kräuter- und Blumenbüschel, die zu Hause getrocknet werden und vor Unwetter schützen sollen. 200 Sträuße hatte der Fichtelgebirgsverein gebunden und gegen eine Spende für das Hammerkirchl abgegeben. Es blieb kein einziger übrig.

Mit einem kleinen Erinnerungsgeschenk bedankte sich schließlich Kirchenpfleger Manfred Prechtl bei Professor Dr. Nossol, bei MdB Koschyk und bei allen, die das ganze Jahr über die Kapelle schmücken. "Obwohl eigentlich ein Werktag in der Region, waren so viele Besucher da wie nie in den Jahren zuvor und 70 Fieranten, 2015 waren es nur 53", freut sich "Marktmeister" Bauhofleiter Richard Ehlich, glücklich darüber, dass der Hammricher Frauentag - ein Fest zum Beten, Feiern, Schauen, Kaufen und Leute-treffen - nichts von seinem Glanz verloren hat. Und Bilderbuchwetter gab es gratis dazu.

Zuflucht und Gebet


An den Kirwa-Ständen herrschte vor allem am Vormittag dichtes Gedränge. Aber auch das festlich geschmückte Hammerkirchl, für viele ein Ort der Zuflucht und des Gebets, blieb nie leer. Den ganzen Tag über wurde in der Halle weiter gefeiert: Am Nachmittag mit Michael Ponader und ab 20 Uhr beim Böhmischen Abend mit den Original Fichtelgebirgsmusikanten. Ausrichter heuer war die Feuerwehr Unterlind.
Weitere Beiträge zu den Themen: Hammerkirchl (2)Hammricher Frauentag (1)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.