Erfolg für Fahnder
Polizei stoppt Bande von Metalldieben

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Bayern
23.11.2016
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Ingolstadt. Die Polizei in Bayern hat den Diebstahl von 80 Tonnen Metall durch vernetzte Großbanden aufgedeckt. Die Täter entwendeten bei mehr als 100 Einbrüchen überwiegend in südbayerischen Elektrofirmen Diebesgut im Gesamtwert von 2,4 Millionen Euro, wie die Polizei am Mittwoch in Ingolstadt mitteilte. Die Beute verkauften die Männer seit Ende 2014 an Schrotthändler im Ausland. Dazu benutzten sie gestohlene Kleintransporter. 42 Verdächtige wurden ermittelt und 21Haftbefehle gegen mutmaßliche Bandenmitglieder im Alter zwischen 16 und 47 Jahren erlassen. Einer der Diebe war nach den Ermittlungen an mehr als 70 Einbrüchen beteiligt.

Neben Kabeln und Metallrohren hatten es die Täter auf teure Fahrräder, Motorsägen, Heckenscheren und hochwertige Autoreifen samt Felgen abgesehen. Die Bande ging bei ihren Beutezügen nach einem festen Plan vor. Für jeden Einbruch wurde eine "Brigade" von teils mehr als zehn Männern gebildet, so die Polizei. Erst spähte die Gruppe ein Elektrogeschäft oder einen metallverarbeitenden Betrieb aus, der für einen Einbruch in Frage kam. Danach wurde ein Transporter gestohlen.

Bei ihren Beutezügen verluden die Diebe dann tonnenweise Buntmetall und fuhren damit in die Niederlande, wo sie die Ware an Schrotthändler verkauften. Im niederbayerischen Dingolfing etwa ließen sie 4,5 Tonnen Kupferkabel im Wert von 25 000 Euro mitgehen. Im Landkreis Freising stahlen sie mehr als 2,5 Tonnen Kupfer im Wert von 10 000 Euro. Die Kleintransporter ließen sie in Grenznähe zurück. Die meisten wurden wiedergefunden, das Beute selbst ist verschwunden.

Die "Brigaden" arbeiteten regelrecht im Akkord. "In einigen Fällen begingen die Täter gleich nach ihrer Rückkehr den nächsten Beutezug", schilderte die Polizei. Die Haftbefehle wurden neben Deutschland in Österreich, Schweden, Luxemburg, Italien, den Niederlanden und in Rumänien vollzogen.
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