Erfolgreichstes Tourismusjahr in der Geschichte der Oberpfalz
Urlauber-Rekord in Bayern

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Bayern
13.02.2016
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Die Oberpfalz blickt auf das erfolgreichste Tourismusjahr ihrer Geschichte zurück. Noch nie kamen so viele Urlauber in den Bezirk wie 2015, noch nie gab es so viele Übernachtungen.

München. So stieg die Zahl der Gästeankünfte im Vergleich zum Vorjahr um weitere 4 Prozent auf gut 1,94 Millionen und die Zahl der Übernachtungen um 2,6 Prozent auf 4,93 Millionen. Die Tourismusregion Oberpfälzer Wald, zu der die Kreise Tirschenreuth, Neustadt/WN und Schwandorf gehören, verzeichnete bei den Ankünften ein Plus von 6,4 Prozent auf 344 000 und bei den Übernachtungen ein Plus von 7,5 Prozent auf über 900 000.

Die sich in der Initiative ostbayerischer Städte selbst vermarktenden Städte Amberg und Weiden entwickelten sich unterschiedlich. Während Weiden mit leichten Verlusten bei knapp 42 000 Gästeankünften und 75 700 Übernachtungen praktisch stagnierte, stieg die Zahl der Ankünfte in Amberg um 5,6 Prozent auf fast 44 000 und die der Übernachtungen um 7,1 Prozent auf gut 77 000. Positiv strahlte dies auch auf den zur Tourismus-Region Bayerischer Jura zählenden Kreis Amberg-Sulzbach aus, wo es 7,2 Prozent mehr Ankünfte (115 800) und 8,8 Prozent mehr Übernachtungen (289 300) gab. Die durchschnittliche Verweildauer der Urlauber in der Oberpfalz lag bei 2,5 Tagen. Die Bettenauslastung mit 33,8 Prozent lag damit deutlich unter dem Landesschnitt (42,5 Prozent).

Für Bayern vermeldete Wirtschaftsministerin Ilse Aigner bei der Vorstellung der Zahlen in München den dritten Tourismusrekord in Folge. 34,2 Millionen Gästeankünfte (plus 5,4 Prozent) und 88,1 Millionen Übernachtungen (plus 3,4 Prozent) bedeuteten jeweils neue Höchstwerte. Der Tourismus sei damit ein "starkes Stück bayerischer Wirtschaft" und "Wachstumsmotor für Städte und ländlichen Raum gleichermaßen", sagte Aigner. Denn trotz dem wachsenden Städtetourismus fänden noch immer 72 Prozent aller Übernachtungen in den Landkreisen statt.

Zuwächse unterschiedlich


Im bayerischen Hotel- und Gaststättenverband blickt man mit zunehmender Sorge auf die ungleiche Verteilung der Zuwächse. Zwar würden alle Bezirke vom Gästeplus profitieren, man stelle aber eine Konzentration auf die Städte fest, erklärte Verbandspräsident Ulrich N. Brandl. "Die ländlichen Regionen fallen dagegen immer weiter ab."

Daher wirbt die bayerische Tourismus-Marketing-Agentur neuerdings unter dem Motto "Stade Zeiten". Damit soll laut Geschäftsführer Martin Spantig angesichts zunehmend gestresster Menschen die "Stille als Potenzial für den bayerischen Tourismus erschlossen werden".

Zur Stärkung des Tourismus im ländlichen Raum sollen auch die Gesundheitsangebote der Heilbäder und Kurorte beitragen. Diese sollen vom rasanten Zuwachs an Gesundheitstouristen aus Russland, China oder den Emiraten profitieren.
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