Ermittlungen zum Babyleichen-Fund in Wallenfels beendet
Anklage gegen Mutter

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Bayern
26.01.2016
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Wallenfels. Acht tote Babys, versteckt in Plastiktüten und Handtücher: Dieser Fall aus Oberfranken hatte vor knapp zweieinhalb Monaten im ganzen Land für Entsetzen gesorgt. Nun rückt ein Prozess gegen die Mutter näher. Die Staatsanwaltschaft Coburg will bis Ende Februar Anklage erheben. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilten, sind die Ermittlungen in dem Fall nun offiziell abgeschlossen.

Mitte November 2015 waren in einem Anwesen in der oberfränkischen Kleinstadt acht tote Babys entdeckt worden. Die sterblichen Überreste der Neugeborenen waren in Plastiktüten und Handtücher gewickelt und in einem Abstellraum versteckt. Wenig später wurde die Mutter gefasst. Sie hatte sich mit ihrem neuen Lebensgefährten im nahen Kronach in einer Pension aufgehalten.

Sie räumte laut Polizei ein, mehrere Säuglinge lebend zur Welt gebracht und anschließend getötet zu haben. Die 45-Jährige sitzt derzeit in Untersuchungshaft, ein psychiatrisches Gutachten steht noch aus.

Geburtszeitpunkte unklar


Wegen des hohen Verwesungsgrads der Leichen konnte beispielsweise nicht mehr festgestellt werden, wann genau die Kinder geboren wurden. Laut Obduktion wären sechs der Neugeborenen von ihrer Entwicklung her lebensfähig gewesen, zwei wohl nicht. Als Vater ermittelten die Rechtsmediziner den langjährigen Ehemann der Tatverdächtigen. Gegen ihn prüfe man derzeit eine Beteiligung an den Taten, sagte eine Polizeisprecherin. Die Ermittler hatten knapp 40 Vernehmungen vorgenommen und etliche Spuren gesichert.
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