Erster Hildebrandt-Preis an Kabarettist Claus von Wagner
„Unverschämtheit“

Die britische Königin Elizabeth II. und ihr Mann Prinz Philip. Bild: dpa
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Bayern
11.05.2016
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München. Die Stadt München hat am Dienstagabend zum ersten Mal den Dieter-Hildebrandt-Preis in Erinnerung an den 2013 gestorbenen Kabarettisten vergeben. Erster Preisträger ist der Satiriker Claus von Wagner (38). Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) und Hildebrandts Witwe Renate würdigten den Preisträger.

"1,98 Meter im Dienste der Kleinkunst", sagte von Wagners Kollege Max Uthoff, mit dem er für "Die Anstalt" (ZDF) vor der Kamera steht, in seiner Laudatio und nannte ihn einen "Vollkontakt-Philanthropen". Uthoff bezeichnete die Idee, Hildebrandt so zu würdigen, charmant - und kostengünstiger als das von Roger Willemsen bei Hildebrandts Beerdigung vorgeschlagene Museum.

Die Auszeichnung, die den städtischen Kabarettpreis ersetzt, ist mit 10 000 Euro dotiert. Von Wagner selbst nannte seine Wahl "eine glatte Unverschämtheit", weil er dem ersten Dieter-Hildebrandt-Preis niemals gerecht werden könne. Der 28. wäre in Ordnung gegangen, der elfte vielleicht auch - der erste sei zu viel des Guten. Er dankte dem Publikum auch für den "Mut, eine Satire-Veranstaltung zu besuchen, die noch nicht vom türkischen Staatspräsidenten freigegeben wurde".
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