Evangelische Gemeinde feiert in Fabrik Gottesdienst
Werkstatt als Altarraum

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Bayern
06.05.2016
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Speichersdorf. Liturgie zwischen Prüfgeräten für Wasserwaagen und Lote - ein symbolträchtiger Ort für die Beziehung zwischen Arbeitswelt und christlichem Glaube. In der Messwerkzeugefabrik Richter trafen sich die evangelischen Christen, um Gottesdienst zu feiern.

Betriebsleiter Jochen Kümmerl sowie Einkaufs- und Arbeitsvorbereitungschef Jürgen Kettel hatten alles vorbereitet. Pfarrer Hans Joachim Gonser und der Kirchenvorstand rückten die Arbeitswelt in den Fokus für das gemeinsame Beten und Singen. Über 100 Christen, darunter Firmenchef Friedrich Richter und Beschäftigte des Betriebs, waren der Einladung gefolgt. Der Thomas-Chor unter Leitung von Richard Waldmann gestaltete die Feier gesanglich.

Am Beispiel einer berufstätigen, vierköpfigen Patchworkfamilie verdeutlichte der Seelsorger, wie Menschen sich zum Sklaven von Terminen, Aufträgen des Chefs, Wünschen des Partners und privatem Aktionismus machen können. Erst ein defektes Auto habe die Familie dazu gebracht, am Sonntag Zeit füreinander haben zu müssen.

Es sei oft schwer, innezuhalten, den Feiertag zu heiligen und Ruhe auszuhalten, meinte Gonser. Er riet schließlich auch dazu, einmal das Handy für eine Stunde wegzulegen und zu spüren, wie gut das tue. Dass am siebten Tag Ruhe zu halten sei, sei deshalb ein großartiges Geschenk an "Freiheit, Leben, Freude - eines Festes".
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