F-16-Absturz bei Engelmannsreuth: Letzte Übungsbomben und Flugzeugwrack geborgen
US-Luftwaffe gibt Unglücksstelle frei

Die Trümmer der abgestürzten F-16 sind geborgen. Im Wald zeugen noch kahle Stellen vom Unglück. Bild: Fürk
Vermischtes BY
Bayern
25.08.2015
50
0
Die letzten Trümmer des vor zwei Wochen abgestürzten US-Kampfflugzeuges vom Typ F-16 sind geborgen worden. Unter dem Wrack fanden sich, wie von der US-Seite vermutet, die zwei noch vermissten Übungsbomben. Vier der insgesamt sechs Bomben waren bereits in den Tagen nach dem Absturz geborgen worden, ebenso wie die Treibstofftanks. Inzwischen wurde die Unglücksstelle von der US-Seite freigegeben, teilte das Landratsamt Neustadt/WN auf Anfrage mit.

Das Landratsamt geht auch davon aus, dass kein Hydrazin ausgetreten ist. "Dieser Tank wurde unbeschädigt gefunden." In der vom General Flugsicherheit in der Bundeswehr herausgegebenen Broschüre "Hilfe bei Flugunfällen" wird vor der Gefährdung durch diesen Treibstoff gewarnt. Der 26-Liter-Tank sei im oberen Rumpfteil unmittelbar vor dem rechten Flügel angebracht. Hydrazin dient in Flugzeugen des Typs F-16 als Brennstoff für das Notstromaggregat.

"Das Grundwasser ist nicht gefährdet", teilte das Landratsamt weiter mit. Weder die Absturzstelle noch die Abwurfstelle der beiden Tanks in der Nähe des Rußweihers lägen im Wasserschutzgebiet. Zudem wurden bereits vor Tagen nicht nur die Tanks geborgen, sondern auch das verschmutzte Erdreich ausgebaggert. Es soll fachgerecht entsorgt werden (wir berichteten). Ob Renaturierungsmaßnahmen erforderlich sind, konnte die Sprecherin noch nicht sagen.

Unterdessen sind bei der Schadenregulierungsstelle des Bundes zwei Anträge von Grundstückseigentümern wegen Schäden durch ausgelaufenen Treibstoff eingegangen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.