Fall Peggy
Erneute Suche am Fundort

Hundertschaften der Polizei suchen erneut bei Wurzbach im Saale-Orla-Kreis an der Grenze von Bayern zu Thüringen am Fundort von Peggy mit schwerem Gerät. Bild: dpa
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Bayern
27.09.2016
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Lichtenberg. Knapp drei Monate nach dem Knochenfund im Fall Peggy untersucht die Polizei erneut den Fundort in einem Thüringer Waldstück. "Das sind routinemäßige Überprüfungen", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken in Bayern am Montag. "Das hat sich im Rahmen der Ermittlungen ergeben." Weitere Auskünfte über die Ermittlungen zum Tod des vor 15 Jahren verschwundenen Mädchens wollte der Sprecher zunächst nicht geben. Zunächst hatte der BR über die Suchaktion berichtet.

Tierbauten im Fokus


Die Maßnahmen um den Fundort der sterblichen Überreste Peggys seien geplant gewesen und Routine, hieß es einer Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag. Die Ermittler der Sonderkommission (Soko) und der Anklagebehörde interessieren sich demnach besonders für Tierbauten. Die bayerische Bereitschaftspolizei unterstützt die Soko bei der Suche. Diese sollte den Montag über andauern und falls nötig fortgesetzt werden.

Peggys Tod ist einer der größten ungelösten Kriminalfälle in Bayern. Die neunjährige Schülerin aus Lichtenberg (Kreis Hof) war am 7. Mai 2001 nicht von der Schule nach Hause gekommen. Wochenlange Such- aktionen blieben erfolglos. Erst Anfang Juli 2016 - mehr als 15 Jahre später - fand ein Pilzsammler in einem Wald im Grenzgebiet zwischen Thüringen und Oberfranken Knochen des Mädchens. Das Skelett war damals allerdings nicht vollständig gefunden worden. Hundertschaften der Polizei suchten das Waldgebiet und Zufahrtsstraßen zwischen Peggys Heimatort und dem Fundort im 15 Kilometer entfernten Saale-Orla-Kreis nach Spuren ab. Weil nicht alle Knochen gefunden worden waren, hielt es die Polizei nicht für ausgeschlossen, dass Tiere einzelne Teile des Skeletts verschleppt haben. Deshalb suche man nun gerade in Tierbauten, so ein Sprecher der Einsatzkräfte. Man wolle nichts unversucht lassen. Bis zum Mittwochnachmittag hätten die Beamten allerdings noch nichts Relevantes gefunden.
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