Fallzahlen fast doppelt so hoch
Bundespolizei Selb durch Einwanderung stark gefordert

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Bayern
29.01.2016
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Selb. Nahezu verdoppelt haben sich die Anzeigen bei der Bundespolizeiinspektion Selb im vergangenen Jahr. So brachten die Beamten rund 10 000 Straftaten zur Anzeige. Im Jahr 2014 waren es noch gut 5300, im Jahr davor nur etwa 2800 gewesen. Grund dafür ist vor allem die hohe Zuwanderung: So stieg die Zahl unerlaubt einreisender Personen von rund 1000 (2014) auf knapp 2700.

Auch die Urkundenfälschung nahm zu: Gefragt waren vor allem gefälschte Reisedokumente. Die Zahl der Delikte stieg auf 107 (64). Auch die Schleuserkriminalität stieg: So deckten die Beamten 94 Fälle direkt auf und brachten bei Nachermittlungen 37 weitere Taten zur Anzeige. Im Vorjahr waren es insgesamt 110 Schleuser-Fälle gewesen.

93 Verstöße gegen das Waffen- oder Sprengstoffgesetz hat die Bundespolizei festgestellt: Die Beamten stellten 74 (2014: 56) Kilogramm verbotener Pyrotechnik sicher. Darüber hinaus vollstreckte die Bundespolizeiinspektion 268 Haftbefehle.

Im Bahnverkehr waren weniger Schwarzfahrer unterwegs. Von 274 Delikten im vergangenen Jahr ist die Zahl auf 175 Fälle gesunken. Graffitisprayer waren dafür wieder häufiger an den Gleisen: Die Delikte haben sich im Vergleich zu 2014 mit 92 Fällen fast verdoppelt. Ebenso auf 57 Fälle fast verdoppelt haben sich die angezeigten Körperverletzungen im Zugverkehr.

Das Auflegen von Schottersteinen und Gegenständen auf Gleise durch Kinder und Jugendliche ist ein großes Sicherheitsproblem. Zur Gefahrenvorsorge geht die Bundespolizei deshalb mit zwei Präventionsbeamten an Schulen und informiert über die Themenbereiche "Sicherheit auf Bahnanlagen" und "Folgen von Straftaten".
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