Feuerwehr Ramlesreuth feiert Jubiläum
Ideale leben seit 125 Jahren

Pfarrer Sven Grillmeier (Vierter von links) zelebrierte mit Ruhestandspfarrer Alois Lehner und Militärpfarrer Klaus-Peter Lehner (rechts und links dahinter) den Festgottesdienst. Kinder baten um den Schutz der Aktiven der Ramlesreuther Feuerwehr. Bilder: hia (2)
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Bayern
30.05.2016
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Das Festzelt war den ganzen Tag über gut gefüllt, sowohl beim Festgottesdienst am Vormittag als auch beim gemütlichen Beisammensein am Nachmittag.

Im Zeichen der Allerheiligsten Dreifaltigkeit und des heiligen Florian feierten die Brandschützer 125. Jubiläum. Was im Festzelt mit einem Festgottesdienst begann, klang nach einem kleinen Festkommers mit einem gemütlichen Beisammensein am Nachmittag aus.

Ramlesreuth. Neben den örtlichen Kriegern und Stammtischfreunden waren die Patenfeuerwehr Windischenlaibach, die Nachbarfeuerwehr Plössen und Abordnungen der Brandschützer aus Speichersdorf, Kirchenlaibach, Zeulenreuth, Frankenberg, Wirbenz und Mockersdorf mit Kreisbrandmeister Karlheinz Sehnke gekommen. Auch die Kriegervereine Haidenaab, Windischenlaibach und Mockersdorfer sowie die Reservisten Speichersdorf und die Dorfgemeinschaft Haidenaab zählten zu den Gratulanten.

Für Ruhestandspfarrer Alois Lehner und Militärpfarrer Klaus-Peter Lehner war es ein Heimspiel, als sie in Konzelebration mit Pfarrer Sven Grillmeier, assistiert von den Feuerwehryoungsters Julian und Lukas Pöllath, den Festgottesdienst feierten. Christian Bäß begleitete am E-Piano die Schubertmesse. Mesner Hermann Hagn hatte für den weiß-rot geschmückten Altar gesorgt und trug die Lesungen aus dem Paulusbrief vor. Miriam und Christoph Weber, Annette und Clemens Hagn baten in den Fürbitten um den Schutz für die Brandschützer.

Wie die Dreifaltigkeit auf Beziehung angelegt sei, so sei der Mensch auf das Du angewiesen, erklärte Grillmeier in der Predigt. Er brauche das Gegenüber und die Ansprache, um in Kontakt zu treten und gemeinsam unterwegs zu sein. Von dieser Beziehung lebe unabdingbar auch das Feuerwehrwesen. Hier brauche jeder den anderen. Gemeinsam setzten sich die Feuerwehrleute jeweils für den anderen ein. Seit 125 Jahren stehe man sich in Ramlesreuth zur Seite, um dem Feuer zu wehren, bei Gefahren da zu sein und bei Unfällen zu helfen. Dies gelte auch für das kulturelle Leben. "Ihr seid Garanten dafür, dass das dörfliche Leben nicht ganz stirbt, dass Brauchtum bewahrt wird und Veranstaltungen stattfinden." Wenn der Kontakt und die Beziehung untereinander gepflegt werden, dann sei ihm darum nicht bange, betonte der Geistliche. "Nur das Smartphone allein reicht dafür nicht", mahnte er abschließend. "Wir brauchen den persönlichen Kontakt, die Zuwendung und die Liebe."

Kollekte für Syrien


In der Kollekte war für die Unterstützung des Patriarchen von Syrien, Gregorius III. "Einer, der bei allen Wirren und Gefahren in seiner Heimat bleibt", erklärte dazu Grillmeier.

Bevor Bruno Schraml musikalisch für gute Laune sorgte, hielt Vorsitzender Gabriel Herrmann kurz Rückschau. Die Wehr sei stolz, dass das Originalprotokollbuch mit Einträgen von der Gründungssitzung 1891 bis 13. Dezember 1928 und ab 26. Juli 1952 vollständig vorliege. Der ganze Stolz sei die von Bianca Schott und Jochen Klant geführte Jugendwehr. 2014 und 2015 siegten sie bravourös beim Jugendleistungsmarsch und wurden Neunter beim Bezirksjugendleistungmarsch. 2017 werde dieser in Ramlesreuth ausgetragen.

"Großartig, was sich hier entwickelt hat", meinten Bürgermeister Manfred Porsch und Kreisbrandmeister Karlheinz Sehnke. Sie dankten für jahrzehntelange engagierte Hilfe und Opferbereitschaft für den Nächsten. Die Ramlesreuther Geschichte sei geprägt von Männern und Frauen im selbstlosen Einsatz zum Schutz und zur Sicherheit der Bürgerschaft, so Sehnke. Sie seien ein Paradebeispiel für uneigennützige Hilfe, getragen von gelebten Idealen wie Gemeinschaftsgefühl, Kameradschaft und ausgeprägtes Pfichtgefühl, ergänzte Porsch. Für die Jugendfeuerwehr hatte er eine Spende mitgebracht.

Die Jugendlichen um Jugendwart Jochen Klant und Bianca Schott hatten schließlich am Nachmittag mit Spielstationen für Kurzweil bei den Kinder gesorgt. Dabei waren das Kinderschminken, Ponyreiten, Kübelspritzen, die Hüpfburg und die Touren mit dem Speichersdorfer Löschfahrzeugen die Renner.
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