Finanzierung für Tauritzmühle gesichert
Acht Jahre lang abzahlen

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Bayern
30.11.2016
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Speichersdorf. Der Fichtelgebirgsverein macht sich zukunftsfähig. Erste Schritte sind gemacht, für weitere die Weichen gestellt. Jahrzehntealte Veranstaltungen haben sich überholt. Der Arbeitsaufwand steht in keinem Verhältnis mehr zur Resonanz. Der Fokus richtet sich auf die Sanierung der Tauritzmühle. Das Haupthaus wird in Verbindung mit einem behindertengerechten Wanderweg um einen 125 Quadratmeter großen Anbau erweitert.

Nach der Ära Siegfried Schäller hatte sich die Vereinsspitze seit 2013 neu aufgestellt. 2015 kamen vier Stellvertreterposten dazu. Mit Architekt Franc Dierl holte man einen Baureferenten ins Boot. Dreh- und Angelpunkt ist Vorsitzender Erwin Dromann aus Eschenbach.

Seit November 2013 steht der Ex-Banker an der Spitze. Er ließ in der Jahreshauptversammlung aber keine Zweifel daran, dass er, wie 2015 angekündigt, nach Ende des vereinsmäßigen Umbaus und Abschluss der Bauarbeiten 2017 nicht mehr zur Verfügung steht. Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wird ein neuer Vorstand gewählt, kündigte er an.

Mitglieder und Vorstand wissen um seine fachliche Kompetenz, seine strukturierte Arbeitsorganisation und seine Führungsqualität. Kulturreferent Rainer Prischenks Lob und Dank sowie der Applaus der Versammlung am Ende galt dann auch "dem Kämpfer Dromann" allein.

2016 lag ein Schwerpunkt in der Ortsgruppe des Fichtelgebirgsvereins auf den Planungen und den Beginn der Neubau- und Sanierungsmaßnahmen am Neben- und Hauptgebäude der Tauritzmühle. Erste Planungen wurden über den Haufen geworfen, da sich mit Neuplanungen die Chance auf Fördermittel eröffnete. Die Baumaßnahmen kosten 200 000 Euro. Zuschüsse kommen von der Oberfrankenstiftung (18 Prozent), der Gemeinde und dem Hauptverein (10 000 Euro). "Die Finanzierung ist in trockenen Tüchern. In acht Jahren sind wir wieder schuldenfrei", prognostizierte Dromann.

Die Baumaßnahmen für den 125 Quadratmeter großen Anbau mit behindertengerechten Toiletten und Schutzraum haben begonnen. Kanalrohre sind verlegt. Als nächstes wird betoniert und gemauert. Noch 2016 soll der Rohbau fertiggestellt werden. In Angriff genommen wird der familien- und behindertengerechte, entsprechend beschilderte Wanderweg. Die Einweihung ist für Mitte 2017 anvisiert. Die Heizung wird von Öl auf Gas umgestellt. "Von einem denkwürdigen Tag", sprach Kassierin Hannelore Kottwitz. Auf Jahre hinaus könne sie zum letzten Mal von schwarzen Zahlen berichten.
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