Forstbetrieb Fichtelberg probt erfolgreich die lebensrettende Zusammenarbeit mit der Bergwacht
Zusammenbruch im Wald

Ein Rettungsteam der Bergwacht Bischofsgrün kümmert sich bei einer Übung im Wald bei Goldkronach um einen "verunglückten" Forstmitarbeiter. Bild: Manfred Hertel
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Bayern
30.06.2016
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Fichtelberg. Bei einer gemeinsamen Rettungsübung von Bergwacht Bischofsgrün und Forstbetrieb Fichtelberg trainierten Forstmitarbeiter und Rettungsdienst die Zusammenarbeit bei einem Unfall im Wald. Das Drehbuch ist spannend abgefasst:

Ein heißer Tag an einem sonnigen Hang im Wald oberhalb von Goldkronach. Beim Beladen eines Pkw-Anhängers wird es Klaus Fischer, Forstwirt bei den Bayerischen Staatsforsten, während der Arbeit schwindelig und schwarz vor Augen. Bewusstlos sinkt er zusammen und liegt kaum noch atmend am Boden.

Zum Glück bekommen seine beiden Teamkollegen das mit und eilen ihm zu Hilfe. Kaum noch atmend finden sie ihn am Rande des Forstwegs vor. Was tun? In Panik geraten? Hektisch zum Auto rennen und Hilfe holen? Zum Glück ist alles nur eine Übung, die der Forstbetrieb Fichtelberg regelmäßig mit seinen Mitarbeitern und den Rettungskräften von der Bergwacht veranstaltet. Und entsprechend routiniert und besonnen gehen die Forstwirte mit der Situation um: Atmung und Herzschlag überprüfen - beides vorhanden! Den Bewusstlosen in die stabile Seitenlage bringen und dann mit der "112" am Handy die Integrierte Rettungsleitstelle in Bayreuth verständigen.

"Waldarbeit findet immer im schwierigen Gelände statt. Da ist die Gefahr groß, zu verunglücken, abzustürzen oder von herabfallenden Ästen oder Baumteilen verletzt zu werden", erklärt Winfried Pfahler, Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg. "Die Sicherheit unserer Mitarbeiter liegt uns sehr am Herzen. Deshalb trainieren wir regelmäßig und intensiv." Während sich ein Forstwirt um den verunglückten Kollegen kümmert, fährt der andere, nachdem er den Notruf abgesetzt hat, zum nächstgelegenen Rettungstreffpunkt, einer mit Hinweis-Schild markierten Kreuzung bei Föllmar. Dorthin beordert die Mitarbeiterin der Rettungsleitstelle wie vereinbart auch die beiden Einsatzfahrzeuge der Bergwacht Bischofsgrün. Innerhalb weniger Minuten sind die Helfer dann beim Verunglückten, können ihn stabilisieren und aus dem Wald abtransportieren. Übungsende.

Und das Resümee? Alles ist gut gelaufen. Die Mitarbeiter haben sich großartig verhalten und einen kühlen Kopf bewahrt. Im Notfall ist die Hoffnung berechtigt, dass alles ein gutes Ende nimmt.
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