Gedenkstätte für Opfer von Bad Aibling
„Trauer macht Menschsein aus“

Stellvertretende Ministerpräsidentin Ilse Aigner (rechts) und der Bürgermeister von Bad Aibling, Felix Schwaller, bei der Einweihung eines Mahnmals für die Opfer des Zugunglücks mit zwölf Toten. Bild: dpa
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Bayern
08.10.2016
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Bad Aibling. Eine rostige Stele in Torform erinnert künftig an das verheerende Zugunglück von Bad Aibling. "Die Trauer macht Menschsein aus", sagte Bürgermeister Felix Schwaller bei der Einweihung der Gedenkstätte in der Nähe des Unglücksorts am Freitag im Landkreis Rosenheim. "Für die Menschen ist es wichtig, einen Bezugspunkt und einen Ort der Trauer zu haben."

Die drei Meter hohe Skulptur ähnelt einer aufgestellten Eisenbahnschiene und soll die Wucht des Frontalzusammenstoßes der beiden Züge symbolisieren. Bei einem der schwersten Zugunglücke in der Nachkriegsgeschichte Deutschlands wurden am 9. Februar 12 Menschen getötet und fast 90 teils lebensgefährlich verletzt.

Auch Bayerns stellvertretende Ministerpräsidentin Ilse Aigner (CSU) zeigte sich tief betroffen. Für sie war die Unglücksstrecke viele Jahre ihr täglicher Schulweg, sagte sie. Zeit alleine könne keine Wunden heilen, es sei aber wichtig, zusammenzukommen und innezuhalten. Der Trauertag sei auch ein Tag der Wertschätzung für alle, die bei der Katastrophe selbstlos geholfen haben.

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