Gemeinderat Mehlmeisel
Zumindest ein Konzept

Diplom-Bauingenieurin Simone Lintl stellte im Gemeinderat das interkommunale Hochwasserschutzkonzept der Gemeinden Bischofsgrün und Mehlmeisel vor. Rechts im Bild: Bürgermeister Franz Tauber. Bild: bkr
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Bayern
02.06.2016
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Gehen vom Schnait- und Holderbach Gefahren aus? Ein Planung zum Hochwasserschutz legte am Montag Diplom-Bauingenieurin (FH) Simone Lintl dem Gemeinderat vor. Den Tagesordnungspunkt schloss Bürgermeister Franz Tauber mit den Worten: "Zumindest haben wir das Konzept."

Mehlmeisel. Die Vertreterin der Umwelt-Tiefbau-Energie GmbH aus Regensburg führte mit einer Powerpoint Präsentation in die Problematik ein. Steiles Gelände begünstigt nach ihren Worten den schnellen Abfluss hoher Niederschläge. Aus der Bestandsaufnahme entwickelte sie ein Flussgebietsmodell. Hochwassergefahren ergeben sich demnach aus dem Schnaitbach und seinen Nebengewässern mit einem Einzugsgebiet von 8,2 Quadratkilometern.

Durchlass innerorts


Je ein Hochwasserbecken für den Schnait- und den Holderbach mit einem Stauraum von insgesamt 154 000 Kubikmetern und einer Einstauhöhe von bis 5,80 Metern bilden dabei die Schwerpunkte. In den Hochwasserschutz zog Simone Lintl die Bachprofile sowie die innerörtlichen Bauwerke und Durchlässe an zwölf Knotenpunkten mit ein. Unterdimensionierte Durchflüsse müssten entfernt und die Situation an einigen Brücken nach den entsprechenden Szenarien verbessert werden.

Die Ingenieurin ging bei ihrer Berechnung von einem "Einhundertjährigen Hochwasser", erhöht um einen 15-prozentigen Klima-Änderungsfaktor, aus. Demnach sind bei einem derartigen Hochwasserereignis innerorts mehrere Haupt- und Nebengebäude vom Hochwasser erfasst. "Durch die Planungsmaßnahmen (Rückhaltebecken, leistungsfähigere Querbauwerke und Ertüchtigung des Gerinnes beziehungsweise von Gräben und Neuverlegung von Rohrleitungen) kann eine deutliche Entlastung im Innerortsbereich erreicht und die Hochwasserwelle deutlich gedrosselt werden", betonte sie. Was die Begeisterung des Gemeinderats an Hochwasser-Schutzmaßnahmen deutlich bremste, waren die geschätzten Gesamtkosten von 1,3 Millionen Euro."Eine Menge Geld", sagte Bürgermeister Franz Tauber, nachdem er festgestellt hatte, in den vergangenen Jahren wenig Probleme mit Hochwasser gehabt zu haben.

Er hofft auch, dass das Wasserwirtschaftsamt nicht drängt, etwas zu machen. Geprüft werden sollen aber mögliche versicherungsrechtliche Auswirkungen, wenn das Konzept nicht sofort umgesetzt wird.
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