Getötete Elfjährige
Polizei noch ohne Spur zum Täter

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Bayern
05.01.2016
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Oberaurach. Zum ersten Mal darf die Elfjährige ohne ihre Eltern Silvester verbringen, doch die Feier im Freien endet für die Fünftklässlerin tödlich: Sie stirbt durch einen Kopfschuss. Drei Tage nach dem Todesschuss hatte die Polizei am Montag noch keine heiße Spur. "Wir arbeiten die Hinweise aus der Bevölkerung nach und nach ab und arbeiten mit Hochdruck an der Aufklärung des Falles", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Unterfranken.

Das Mädchen war im unterfränkischen Oberaurach (Kreis Haßberge) eine Stunde nach Mitternacht auf der Straße beim Feiern in einem Wohngebiet von einem Projektil aus einer Kleinkaliberwaffe am Kopf getroffen worden. Sie brach bewusstlos zusammen und starb wenige Stunden später im Krankenhaus. Nach Angaben der Polizei ist offen, ob es sich um ein vorsätzliches oder ein fahrlässiges Tötungsdelikt handelt.

In einem Interview appellierte die Mutter an den oder die Täter: "Er wird bis zum Ende seines Lebens auf jeden Fall meine Tochter auf dem Gewissen haben. Das einzige Gute, was er tun kann: Er soll sich stellen." Die Kriminalpolizei Schweinfurt hat mittlerweile die Sonderkommission "Unterschleichach" gegründet. Dieser gehören rund 50 Beamte und zwei Gutachter des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) an. Die beiden LKA-Gutachter sollen unter anderem anhand der Wunde die Richtung bestimmen, aus der der tödliche Schuss gekommen war. "Ob es ein Querschläger gewesen sein könnte, ist offen. Da können wir noch nichts Belastbares sagen", erläuterte der Polizeisprecher.

In den kommenden Tagen werden die Ermittler an zahlreiche Türen der Region klopfen: "Wir überprüfen die Menschen in der näheren Umgebung, die eine Waffenbesitzkarte haben", sagte der Sprecher weiter.
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