Gewitter, Starkregen und Sturmböen im Freistaat
Unwetter nach Mega-Hitze

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Bayern
27.06.2016
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Gewitter, Starkregen und Sturmböen haben im Freistaat zu zahlreichen Noteinsätzen geführt. Im Kreis Freyung-Grafenau wurde Katastrophenalarm ausgelöst. Auch beim Polizeipräsidium Oberpfalz gingen etliche Notrufe ein. Die gute Nachricht des Wetterdienstes: Die Lage beruhigt sich.

München/Regensburg. (dpa/tos) Nach der Hitzewelle hat eine Unwetterfront mit Gewittern, starken Regenfällen, Sturmböen und Hagel i zu massiven Schäden geführt. Vor allem in den Abendstunden von Freitag und Samstag mussten Polizei und Feuerwehr mehrere Hundert Mal ausrücken. Besonders hart traf es Schwaben und Niederbayern. Schwerverletzte gab es dabei nach ersten Informationen nicht.

Auch Stromausfälle


In Niederbayern machte der Starkregen am Samstagabend Straßen unbefahrbar, flutete Keller und bereitete einem Volksfest in Straubing ein vorzeitiges Ende. Blitze schlugen in Gebäude ein, richteten aber keinen großen Schaden an. Kleinere Orte waren vorübergehend ohne Strom. Ein Krankenhaus meldete einen Wassereinbruch. In Obernzell (Kreis Passau) stürzte ein Baum auf ein Auto und verletzte einen Insassen leicht. Wasser und Schlamm standen auf den Straßen teilweise bis zu einem Meter hoch, nachdem ein Bach über die Ufer getreten war. Im östlichen Landkreis wurden der Feuerwehr zufolge über 500 Häuser beschädigt worden. Bei vielen lief der Keller voll. Im angrenzenden Kreis Freyung-Grafenau führten "sintflutartige Regenfälle mit großflächigen Überschwemmungen, Unterspülungen und Hang-Abrutschen" zu erheblichen Schäden. Auf bayerischen Seen - Bodensee, Ammersee, Starnberger See, Chiemsee und Wörthsee - kenterten seit Freitag mehrere Boote oder gerieten in Seenot. Der Sturm verursachte zudem hohen Schaden im Lindauer Segelhafen, wo Boote losgerissen und der Steg beschädigt wurden.

Bäume entwurzelt


Schwere Gewitter hielten auch die Oberpfälzer Einsatzzentrale in Atem, die 25 Einsätze verzeichnete. Ein Großteil habe nach Angaben vom Sonntag entwurzelte Bäume und umgeworfene Bauzäune, besonders in den Landkreisen Neumarkt, Schwandorf und Cham betroffen. In Neukirchen beim Heiligen Blut war eine Straße überschwemmt. Hier drang Wasser in mehrere Keller ein.

In der Nacht zum Sonntag beruhigte sich die Situation allmählich. Der Deutsche Wetterdienst gab Entwarnung: Mit Unwettern müsse in Bayern vorerst nicht mehr gerechnet werden. In den folgenden Tagen erwartete der DWD wechselhaftes Wetter mit Schauern und Sonne.
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