Grenzübergreifende Zusammenarbeit
Nationalpark Bayerischer Wald kooperiert mit dem tschechischen Böhmerwald

Besonders das vom Aussterben bedrohte Auerhuhn soll von der deutsch-tschechischen Naturpark-Kooperation profitieren. Archivbild: dpa
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Bayern
01.09.2016
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Kvilda. Der Nationalpark Bayerischer Wald und sein tschechisches Gegenstück, der Böhmerwald, vertiefen ihre Zusammenarbeit. "Die beiden Großschutzgebiete sind zu einer grünen Brücke zwischen den beiden Staaten geworden", sagte Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) am Donnerstag nach einem Treffen mit dem tschechischen Ressortchef Richard Brabec.

Die Politiker gaben im Besucherzentrum Kvilda den Startschuss für zwei neue EU-Förderprojekte. Für 2,2 Millionen Euro werden grenzüberschreitende Monitoring-Netzwerke aufgebaut. Die langfristige Beobachtung von Artenvielfalt sowie Walddynamik soll Empfehlungen für das Nationalpark-Management ergeben.

Besonders im Augenmerk steht das vom Aussterben bedrohte Auerhuhn. Der äußerst scheue Vogel stellt extrem hohe Anforderungen an seine Umgebung. Weiterhelfen könnte das Monitoring aber auch in der Diskussion über den Borkenkäferbefall. Die einen sehen in dem Käfer einen Schädling, die anderen einen natürlichen Teil des Ökosystems in dem urwaldähnlichen Bergfichtenwald.

Nach den guten Erfahrungen mit Bayerischem Wald und Berchtesgadener Land prüft München die Gründung eines dritten Nationalparks im Freistaat. Scharf sprach von einem "ökologischen Konjunkturprogramm" für Natur, Wirtschaft und Tourismus.

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Weitere Informationen: www.npsumava.cz/de www.nationalpark-bayerischer-wald
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