Grill als dekoratives Element für den Garten - Mit Klinkersteinen selbst bauen
Nützlicher Hingucker

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Bayern
09.05.2015
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(dpa/tmn) Raus aus der Wohnung, rein in den Garten: In vielen Haushalten läuft der Grill schon seit den ersten warmen Frühlingstagen auf Hochtouren. Auf der Gartenterrasse, mit einem kühlen Getränk in der Hand und brutzelnden Würstchen auf dem Rost - da passen Einweggrills und klapprige Zehn-Euro-Modelle nicht zum Wohlfühlambiente. Wer öfters grillt, für den lohnt sich ein fest installiertes Modell. Anders als ein mobiler Grill, der ständig von drinnen nach draußen bewegt werden muss, kann er das ganze Jahr im Freien stehen. Gleichzeitig entpuppt sich ein solcher Grill als dekoratives Element für den Garten. Die schönste und stabilste Variante lässt sich mit Klinkersteinen selber bauen:

Der richtige Standort : Um sich lange Wege zu ersparen, sollte der Grillplatz gleichzeitig nicht zu weit entfernt von Küche und Terrasse liegen. Denn Grillen ist gesellig und gemütlich, da will man mit Freunden und Familie draußen verweilen können, ohne dass das Holen von Fleisch, Salaten und Getränken zum großen Aufwand wird. Fachbuchautor Manfred Braun aus Augsburg rät außerdem, auf die Windrichtungen am Ort zu achten. Das entscheidet auch über die Ausrichtung des Grills.

Fundament legen : An der gewählten Stelle wird der Boden 15 Zentimeter tief ausgehoben, die Grube an den Seiten mit Holz verschalt und mit Flüssigbeton aufgefüllt. Bewährungseisen oder -matten sorgen für Stabilität. Bei einem Boden aus Gartenerde rät Braun zu einem Fundament von 30 bis 40 Zentimeter Tiefe. Die Betonschicht danach glatt ziehen bis eine ebene Fläche entsteht.

Möglich ist auch, fertige Betonplatten als Fundament zu verwenden - oder bestehende dicht gewachsene Kies- oder Felsböden. Unkompliziert sind gepflasterte Terrassen. Hier liegt die erste Mauerschicht auf einem dünnen Mörtelbrett. Sandböden eignen sich hingegen weniger, weil sie absacken können.

Mauersteine hochziehen : Die ersten Mauersteine werden entlang des Grundrisses verlegt. Die Heimwerkerschule DIY-Academy in Köln empfiehlt für die typische Mauerstruktur jede zweite Lage mit einem halben Stein zu beginnen. Zwischen die Klinkersteine kommt Mörtel. Für Stellen, die besonders heiß werden, sollte der Heimwerker feuerfesten Schamottemörtel nutzen.

Rost einbauen : Die Zwischenebenen für Rost und Kohle werden mit einer Stützhilfe aus Holz waagerecht zwischen die Grillmauerwände gebaut oder als fertige Betonplatte eingefügt. Zum Auflegen der Grillroste empfiehlt Experte Braun zwei Varianten: Hervorstehende Steine an den Seiten einzumauern oder dünne Ziegel anzubohren, um Metalldorne als Halterung hineinzustecken. Für den Rost sollten zwei bis drei verstellbare Höhen eingeplant werden.

Grillroste gibt es im Handel in verschiedenen Größen. Ebbo Christ, Geschäftsführer der German Barbecue Association, empfiehlt Modelle aus Gusseisen oder Edelstahl. "Der Rost sollte möglichst dick sein", erklärt der Grillexperte. "Bei den Stäben ist ein Durchmesser von sechs Millimetern ratsam."

Varianten : Christ rät alternativ zum Bau eines Grills aus Edelstahl - aus dickwandigem Stahlblech in Form einer Wanne. Es wird an ein Ständergerüst schraubt, so dass sich eine Arbeitshöhe von 70 bis 80 Zentimeter ergibt. In die Stahlwanne bohrt der Heimwerker Löcher, die über eine Klappe geöffnet werden können, um die Temperatur zu regeln. Die Holzkohle liegt bei dieser Variante auf einem Stahlrost in der Wanne, etwa 30 Zentimeter höher befindet sich ein zweiter Rost für das Grillgut. Beide Roste werden mit Winkeln in der Wanne befestigt.

"Noch einfacher ist der Bau eines dreibeinigen Schwenkgrills", sagt Christ. "Drei Rohre, eine Metallkette und ein Grillrost - sehr viel mehr braucht man hier nicht." Im Internet teilen viele Heimwerker Anleitungen für den Bau eines Gartengrills, zum Beispiel auf der Seite des Deutschen Grillsportvereins. Oder man plant seine ganz persönliche Konstruktion anhand eines Fertiggrills, rät Christ.
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