Grünes Licht für Fusionsgespräche

Stellvertretender VfB-Vorsitzender Carsten Meyer warb eindringlich für eine mögliche Fusion mit dem TSV Arzberg-Röthenbach. Bild. jr
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Bayern
11.10.2016
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Die Diskussion in der Jahresversammlung des VfB Arzberg über eine mögliche Fusion mit dem TSV Arzberg-Röthenbach war leidenschaftlich und mitunter auch lautstark.

Arzberg. Bürgermeister Stefan Göcking ("ich bin VfB-ler mit Leib und Seele") brach am Freitag das Eis und bat die Mitglieder des VfB Arzberg, nicht den Blick für die Zukunft zu verlieren. Mit seinem eindrucksvollen Appell erreichte er am Ende ein klares Votum und einen Auftrag für den VfB-Vorstand. Die 47 anwesenden Mitglieder stimmten mehrheitlich dafür, dass der VfB Gespräche über eine mögliche Fusion mit dem TSV Arzberg-Röthenbach aufnehmen kann. Zehn Mitglieder votierten dagegen. Das vorsichtige Annähern soll ergebnisoffen stattfinden, dies war der einhellige Wunsch der Mitglieder.

Stellvertretender Vorsitzender Carsten Meyer gab zunächst einen Rückblick über die vergangenen vier Jahre. "Wir haben unser Ziel erreicht, den Verein neu zu strukturieren und für die Zukunft auszurichten. Wir wollen den Fußballsport in Arzberg nachhaltig erhalten", sagte Meyer. Deshalb sei die Jugendabteilung aus dem VfB ausgegliedert worden. Sie geht nun gemeinsam mit dem TSV Arzberg-Röthenbach als Sportclub Arzberg gemeinsam auf Torejagd. "Die Gründung des SC Arzberg vor zwei Jahren war ein guter Tag für Arzberg", meinte Meyer. 138 Jugendliche in elf Mannschaften kämpfen seither um Tore und Punkte. Für Meyer liegt aufgrund dieser erfreulichen Zusammenarbeit eine Fusion beider Vereine auf der Hand: "Warum sollen wir nicht auch unsere Herrenmannschaften zusammenführen."

Noch im Winter


Einen Zeitplan für eine mögliche Fusion gibt es nicht. "Wir sollten zunächst mal die Gespräche abwarten." Freilich will Meyer die Gespräche noch im Winter aufnehmen. Einige der altgedienten VfB-ler kritisierten, dass bisher vom TSV Arzberg-Röthenbach nichts Vergleichbares zu hören sei. "Wir haben doch derzeit gute Fußballer. Das Vereinsleben floriert. Warum sollen wir fusionieren?", fragten sie. Carsten Meyer stellte klar: "Wir wollen verhandeln - aus einer gewissen Stärke heraus. Als Grund für die Fusion nannte er die Tatsache, dass es zwar gute Fußballer gebe; aber immer weniger seien bereit, Ehrenämter im Verein zu übernehmen. Martin Brunner, Spieler des VfB Arzberg, hob hervor: "Wir haben aktuell über 40 Fußballer für beide Herrenmannschaften im VfB. Wir sind toll aufgestellt. Es besteht keine Not zu einer Fusion." Martin Brunner hakte ein: "Irgendwann können wir ja fusionieren, aber doch nicht jetzt." Rainer Walter, weiterer stellvertretender Vorsitzender des VfB, erklärte, dass es vor zwei Jahren beim VfB nicht so blendend ausgesehen habe wie jetzt. "Da hatten wir fast keine Mannschaft mehr. So weit sollten wir es nicht mehr kommen lassen." Befürworter der Fusion unterstrichen: "Heute ein Nein und wir verbauen uns eine Chance, die dann so schnell nicht wieder kommen wird." VfB-Vorsitzender Bodo Wunderlich: "Wir wollen doch nur ein Votum unserer Mitglieder, Gespräche aufzunehmen. Über Details einer Fusion sprechen wir, wenn es so weit ist."

Den Weg weitergehen


Bürgermeister Stefan Göcking sah in einem positiven Votum einen Vertrauensvorschuss für den Vorstand, auf dem bisher eingeschlagenen Weg weiterzumachen. Göcking zeigte durchaus Verständnis für die Kritik einiger Mitglieder, "aber ich bin überzeugt, dass nur der neue Weg erfolgreich für Arzberg sein wird"."
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