Halbjahresbilanz
Mehr tödliche Verkehrsunfälle durch Raserei in Bayern

Zeitgleich mit der Veröffentlichung der Unfallstatistik kam die Meldung eines weiteren tödlichen Unfalls - hier die Unfallstelle auf der B 279 bei Roedelmaier im Kreis Rhoen-Grabfeld. Bei dem Verkehrsunfall starben zwei Männer. Bild: dpa
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Bayern
08.08.2016
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München. Auf Bayerns Straßen sind in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 273 Menschen ums Leben gekommen. Dies hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Montag in München mitgeteilt. Mit einem Anstieg von 0,7 Prozent bewegt sich die Zahl der Verkehrstoten ungefähr auf dem Niveau des ersten Halbjahres 2015. Allein 90 Menschen kamen wegen Raserei auf den Straßen zu Tode. Gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres bedeutet dies eine Zunahme von 9,8 Prozent.

Stärkere Kontrollen


"Offenbar fehlt bei vielen Autofahrern noch die nötige Einsicht", sagte Herrmann. Deshalb seien konsequente Polizeikontrollen notwendig, vor allem auf den Landstraßen. Auch seien zum Schuljahresanfang Mitte September mehrtägige Schwerpunktaktionen der bayerischen Polizei geplant. Der Unfallstatistik zufolge verzeichnete die Polizei von Januar bis Ende Juni dieses Jahres insgesamt knapp 191 000 Verkehrsunfälle. Dabei wurden außerdem 32 175 Personen verletzt (plus 0,7 Prozent).

Die Verkehrsunfallstatistik zeige insgesamt "ein gemischtes Bild", erklärte Herrmann: Während die Zahl der ums Leben gekommenen Autoinsassen um 43,5 Prozent auf 155 Personen gestiegen ist, ging die Zahl der tödlich verunglückten Radfahrer um 40 Prozent auf 21 Personen zurück. Die Zahl der getöteten Fußgänger sank zudem um 21,3 Prozent auf 37 Personen, die Zahl der getöteten Motorradfahrer um 23,8 Prozent auf 48.

Ein Verkehrsunfall in Unterfranken hat unterdessen am Montag zwei weitere Todesopfer gefordert. Ein 33 Jahre alter Mann war mit seinem Auto von Bad Neustadt an der Saale auf der Bundesstraße in Richtung Autobahn 71 gefahren. Kurz vor der Auffahrt kam er von seiner Spur ab und fuhr in den Gegenverkehr. Er berührte zunächst ein entgegenkommendes Auto Der 81-jährige Fahrer des folgenden Autos konnte nicht mehr ausweichen und stieß frontal mit dem Wagen des 33-Jährigen zusammen. Beide Fahrer starben noch an der Unfallstelle. Ihre Beifahrerinnen erlitten schwere Verletzungen und mussten per Rettungshubschrauber in Kliniken geflogen werden.
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