Heino Ferch geschlagen: Geldstrafe für 33-Jährigen
Gericht bestätigt Urteil

Der Schauspieler und Nebenkläger Heino Ferch und seine Frau Marie-Jeanette nach der Urteilsverkündung vor dem Landgericht in München. In einem Prozess wegen Körperverletzung wurde ein 33-jähriger Ex-Fußballer zu Geldstrafe von 150 Tagessätzen à 30 Euro verurteilt. Bild: dpa
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Bayern
10.05.2016
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München. Ein Ex-Fußballer ist erneut wegen einer Schlägerei mit dem Schauspieler Heino Ferch (52) verurteilt worden. Das Landgericht München sprach ihn am Montag der vorsätzlichen Körperverletzung schuldig und verhängte eine Geldstrafe von 150 Tagessätzen à 30 Euro - insgesamt 4500 Euro. Außerdem muss der 33-Jährige unter anderem die Anwaltskosten für Ferch übernehmen. Die Kosten dürften allerdings ein "Klacks" sein, wie der Staatsanwalt sagte, gegen die Forderungen, die dem Angeklagten jetzt zivilrechtlich drohen. Weil Ferch nach der Prügelei für Dreharbeiten ausfiel, steht ein Produktionsausfall von 300 000 Euro im Raum.

Das Landgericht bestätigte weitgehend das erstinstanzliche Urteil des Amtsgerichts, gegen das der Angeklagte Berufung eingelegt hatte, reduzierte die Strafe allerdings um 1500 Euro. Ferch verfolgte den letzten Verhandlungstag im Gericht, wollte das Urteil aber nicht kommentieren. Seine Frau Marie-Jeanette Ferch, die wie ihr Mann als Zeugin im Prozess ausgesagt hatte, begleitete ihn. Der Angeklagte hatte die Tat entschieden bestritten und angegeben, 2014 nach dem Oktoberfest bei einer Auseinandersetzung mit Ferch nur in Notwehr gehandelt zu haben. "Ich war nicht derjenige, der mit Eiswürfeln beworfen wurde, und ich war auch nicht derjenige, der mit dem Herrn Ferch einen Disput hatte. Ich hatte also keinen Grund, einfach so auf Herrn Ferch loszugehen", betonte er in seinem letzten Wort.

Das Gericht glaubte die Notwehr-Situation aber nicht. "Diese Einlassung ist unglaubwürdig, wirkt zurechtgelegt", sagte der Vorsitzende Richter, der weitgehend der Argumentation der Staatsanwaltschaft und der Nebenklage folgte. Er sprach von einer "Brutalität des Vorgehens". Innerhalb einer Woche kann die Verteidigung Revision einlegen.
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