Historische Öffnung der Bahnstrecke nach Tschechien vor 25 Jahren
Weichen für Fall der Grenze gestellt

Ein Personenzug der Waldbahn in Bayerisch Eisenstein. Nach dem Fall des Eisernen Vorhanges rückte der Grenzbahnhof wieder in die Mitte Europas. Bild: dpa
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Bayern
30.05.2016
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Bayerisch Eisenstein. Nach dem Fall des Eisernen Vorhanges war der Grenzbahnhof im niederbayerischen Bayerisch Eisenstein wieder in die Mitte Europas gerückt. Am 2. Juni 1991 gaben Bundeskanzler Helmut Kohl und der damalige CSFR-Verkehrsminister Jiri Nezval mit einem symbolischen Knopfdruck die Strecke über die Grenze nach Tschechien wieder frei. Genau 25 Jahre später erinnern die Gemeinden Zelezna Ruda und Bayerisch Eisenstein zusammen mit dem Naturpark Bayerischer Wald an diesen Tag. "Wir wollen das historische Ereignis nicht in Vergessenheit geraten lassen", sagte Hartwig Löfflmann, Geschäftsführer des Naturparks Bayerischer Wald, der den Bahnhof betreibt.

Rund 40 Jahre lang war der Grenzbahnhof ein Symbol für die Teilung Europas. Während des Kalten Krieges wurde der Grenzbahnhof in Bayerisch Eisenstein geteilt. Auf tschechischer Seite entstand ein Zaun über die Gleise und es wurden Trennwände in das gemeinsame Bahnhofsgebäude eingebaut.

2006 hatte der Naturpark das marode Bahnhofsgebäude gekauft und saniert. Seitdem fahren stündlich Züge von Plattling (Kreis Deggendorf) nach Bayerisch Eisenstein (Kreis Regen). Dort können die Fahrgäste in einen tschechischen Zug umsteigen und nach Pilsen oder Prag weiterfahren. In dem Bahnhofsgebäude erinnern zudem Ausstellungen an die Zeit des Kalten Krieges.

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