Hohe Strafen nach brutalem Raubüberfall gefordert
Rentner in Lebensgefahr

Vermischtes BY
Bayern
08.03.2016
18
0

München. Sie gingen brutal vor, haben ihre Opfer wehrlos und gefesselt zurückgelassen: Für die beiden Hauptangeklagten im Prozess um einen spektakulären Raubüberfall mit Millionenbeute auf ein betagtes Ehepaar am Tegernsee hat die Staatsanwaltschaft am Montag lebenslange Haft gefordert. Die geständigen, vorbestraften Brüder (42 und 49) seien des versuchten Mordes und schweren Raubes schuldig.

Das Duo soll 2014 in die Villa in Rottach-Egern (Kreis Miesbach) eingedrungen sein. Die Männer schlugen den Hausherrn laut Anklage zusammen, dann fesselten sie ihn und seine Frau an Stühle. Anschließend flüchteten sie mit Meißner Porzellan im Wert von gut einer Million Euro sowie Schmuck und Uhren für 256 000 Euro im Auto der Frau.

Die Opfer (73 und 76) blieben bei geschlossenen Rollläden hilflos zurück. "Sie waren in Lebensgefahr", sagte der Staatsanwalt im Münchener Landgericht. Die Räuber hätten die Folgen "aus der Hand gegeben". Sie hatten keinen Einfluss, ob das Paar rechtzeitig gefunden wurde. Die Rentner mussten mehr als 15 Stunden auf ihre Befreiung warten, die sie dem Umstand verdankten, dass der Mann einen Termin verpasste.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.