In der guten Stube

Wer nicht vollkommen verschlossen ist, dem geht hier das Herz auf. Eine neue Ausstellung im Fichtelgebirgsmuseum zeigt unter anderem die ganz kleine Geschäftswelt. Bild: gis
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Bayern
10.11.2016
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Die große Welt im Kleinen. Puppenstuben und Kaufläden nehmen die Menschen mit auf eine Reise in die Vergangenheit - mit viel Liebe zum Detail.

Wunsiedel. Von Samstag, 19. November, bis 26. Februar 2017 zeigen Inge Aures und Liane Weber im Fichtelgebirgsmuseum ihre Schätze. Historisches Spielzeugs steht im Mittelpunkt, das längst nicht nur die Herzen der Kinder erwärmt. Gezeigt werden Puppenstuben und Kaufläden aus der Sammlung der Landtagsvizepräsidentin und ihrer Schwester. Über Jahrzehnte haben die beiden eine imposante Sammlung zusammengetragen.

Einst waren sie Spielzeug von Mädchen: Puppenstuben und Kaufläden, liebevoll mit detailgetreuen Möbeln und sonstigen Einrichtungsgegenständen ausgestattet, die geschickte Handwerker und Künstler geschaffen haben. Nicht viele dieser heute aus vielerlei Hinsicht wertvollen Exponate sind erhalten geblieben. Inge Aures und ihre Schwester Liane Weber haben sich seit vielen Jahren dem Erhalt dieses einzigartigen Spielzeugs verschrieben. Kostbarkeiten nicht nur für kleine Hände: Ob es eine winzige, mit vielen einzelnen Teilen ausgestattete Apotheke ist, ein Metzgerladen, ein Kaufladen oder Puppenstuben mit einem ganz besonderen Flair. Auf winzigen Tischchen liegen ebenso winzige Spitzendecken, im Regal stehen Miniaturtassen, zur Dekoration sitzt ein winziger Teddybär auf einem Stuhl. In diese kleine Welt kann man sich vertiefen, man kann in die eigene Vergangenheit reisen oder sich einfach an der Kunstfertigkeit erfreuen, die in jedem einzelnen Stück erkennbar ist. "Man fühlt sich wie Gulliver im Lande Liliput", hat der Leiter des Puppenmuseums, Udo Leidner, gesagt, als er sich die umfangreiche Sammlung betrachtet und dabei nicht nur die Märchenwelt gelobt hat, an die sich die Betrachter entführt fühlen.

"Jedes Hörnchen, jede Schnecke muss im Bäckerladen an der richtigen Stelle liegen", sagt Inge Aures und freut sich schon, wenn bald ihre winzigen Kleinode im Fichtelgebirgsmuseum stehen und dort die Besucher auf Weihnachten einstimmen und hoffentlich auf eine eindrucksvolle und lange Zeitreise mitnehmen.

Ausstellungseröffnung ist am Freitag, 18. November, um 19 Uhr. Natürlich werden die beiden Sammlerinnen persönlich anwesend sein. Zu sehen ist die Schau dienstags bis sonntags jeweils von 10 bis 17 Uhr in den Räumen im Spitalhof 5.
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