In neuer Fachschule durchstarten

Oberbürgermeister Oliver Weigel, Schulleiterin Monika Bötzl, stellvertretende Schulleiterin Daniela Flügel und Sachgebietsleiter Stefan Reichel (von links) stellten im Neuen Rathaus die neue Sozialpflegeschule vor. Bild: wro
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Bayern
04.03.2016
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Die Menschen leben länger. Damit steigt auch die Zahl der Pflegebedürftigen. Häufig fehlt es an qualifiziertem Pflegepersonal. Hier setzt eine neue Schule in Marktredwitz an.

Marktredwitz. Einmal mehr ist es das Berufliche Fortbildungszentrum (bfz), das sich in Marktredwitz engagiert und das Ausbildungsangebot erweitert. Noch trägt die neue Berufsfachschule für Sozialpflege den Zusatz "in Planung". Das soll sich jedoch bald mit der Genehmigung durch die Regierung von Oberfranken ändern. In einem Gespräch mit Oberbürgermeister Oliver Weigel und Stefan Reichel, Sachgebietsleiter Schul- und Kulturverwaltung, stellten Schulleiterin Monika Bötzl und Stellvertreterin Daniela Flügel das neue Ausbildungskonzept vor.

Voraussichtlich ab 13. September 2016 könne der erste Jahrgang mit der Ausbildung zum "Staatlich geprüften Sozialbetreuer und Pflegefachhelfer" an den Start gehen, betonten die Schulleiterinnen. Voraussetzung sei eine neunjährige Schulzeit. Ein qualifizierender Hauptschulabschluss werde nicht verlangt", betonte Monika Bötzl und informierte: "Die Bewerbungen können ab sofort eingereicht werden."

Die Ausbildung umfasst zwei Schuljahre und findet an der Berufsfachschule an der Wölsauer Straße in Marktredwitz statt. Bei entsprechend guten Noten könne mit dem erreichten Abschluss zusätzlich auch die Mittlere Reife erworben werden. Im ersten Ausbildungsjahr seien 1120, im zweiten Schuljahr 960 Unterrichtsstunden geplant, daneben rund 640 Stunden sozialpflegerische Praxis in sozialen Einrichtungen, wie Seniorenheimen oder heilpädagogischen Einrichtungen.

Das Angebot sei auch für Umschüler und Quereinsteiger geeignet, wusste Bötzl. Eine gesundheitliche Eignung sei natürlich Voraussetzung. Eine Förderung über die Agentur für Arbeit sei möglich. Die Chancen, im Berufsleben Fuß zu fassen, stufte Bötzl aktuell als vielversprechend ein. Sie erinnerte im Gespräch mit unserer Zeitung an die steigende Zahl von betreuten Wohngruppen. Monika Bötzl: "Sozialpfleger werden dort gerne eingesetzt. Nach erfolgreicher Ausbildung können die Absolventen auch in anderen Pflegeeinrichtungen oder Kliniken arbeiten."

Zudem wies die Schulleiterin auf weitere Angebote hin. Nach wie vor biete das Berufliche Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft eine einjährige Ausbildung zum Pflegefachhelfer sowie eine dreijährige Ausbildung zum Altenpfleger an. Ausführliche Informationen - auch zu den anderen bfz-Angeboten - findet man im Internet unter www.bfz.de oder bei einem Besuch der "Herzwerker-Party" am 23. April ab 14 Uhr im Beruflichen Fortbildungszentrum an der Wölsauer Straße in Marktredwitz. Bei diesem Tag der offenen Tür ist jeder Interessierte willkommen. Weitere Infos unter Telefon 09231/9656-0.
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