Jubelkonfirmation
Gelegenheit zum Nachdenken

29 Jubelkonfirmanden feierten mit Pfarrer Dirk Grafe. Bild: hia
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Bayern
18.07.2016
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"Glauben ist gemeinsam feiern - singen, beten, hören, sehen". Was der evangelische Kirchenchor anstimmte, taten auch 29 Frauen und Männer der Konfirmationsjahrgänge 1941, 1946, 1951, 1956, 1966 und 1991 in der Sankt Johanniskirche anlässlich ihrer Jubelkonfirmation.

Wirbenz. Gemeinsam wurde im Festgottesdienst Abendmahl gefeiert. Unter Glockengeläut und der Posaunenintrade zogen die Jubilare mit Pfarrer Dirk Grafe in die Sankt Johanniskirche ein. Der Kirchenchor unter Leitung von Gertraud Burkhardt, der Posaunenchor mit Susanne Kropf an der Spitze und Frieda Graf an der Orgel gestaltet den Abendmahlsgottesdienst musikalisch.

Pfarrer Grafe stellte seine Hoffnung in den Mittelpunkt, dass der Tag ein Tag zum Jubeln und ein Tag, der nachdenklich mache, sei. Jubel komme aus Dankbarkeit, dass man den Tag erleben dürfe, man mit Menschen zusammentreffen und sich darüber austauschen könne, was in den vergangenen Jahren gewesen sei.

Zur silbernen Konfirmation (25 Jahre) sei man erwachsen, kämen Berufsleben, Heirat, Kinder dazu. Nach weiteren 25 Jahren habe sich der Mensch, die Welt noch mehr gewandelt. Vieles sei grundlegend anders geworden. Man schaue auf ein aktives Leben kurz vor dem Ruhestand, zurück.

Bei den weiteren Jubiläen würden die Abstände dann kürzer, so Grafe, weil die Erfahrung zeige, dass das Leben immer schneller gehe. Die Anzahl, derer die das Fest noch feiern könnten würde geringer. Dann gehe der Blick zurück, Leistungen der ersten Jahrzehnte würden in den Hintergrund treten. Man werde dankbarer für Familie und Freunde, sagte der Geistliche. Eines bleibe jedoch von der grünen bis zur Gnadenen Konfirmation (70 Jahre) gleich, betonte er: Zum einen die Zusage Gottes "Ich bin bei dir alle Tage bis ans Ende" und zum anderen das "Ja" des Christen, das er in der Konfirmation gegeben hat. Deshalb sei die Jubelkonfirmation auch Gelegenheit zum Nachdenken über das Verhältnis zu Jesus und Gott.

Die Aufforderung Jesu, dem Leben Geschmack zu geben, leuchtendes Vorbild in der Familie, an der Arbeitsstelle, im Freundeskreis zu sein, sei Zusage und immerwährende Aufgabe, nicht das angesammelte Vermögen, die Leistungen. Grafe appellierte an die Jubelkonfirmanden und die Gläubigen: "Setzen wir in jedem Alter unsere je spezifischen Gaben ein zum Wohle der Gemeinde, der Familie, in Beruf und Freizeit."

Die Jubilare70 Jahre: Erwin Schneider (Nabburg), Erich Bernecker (Speichersdorf), Hans Schimmel (Teufelhammer), Werner Hammon (Wirbenz), Waltraud Zeidler (Kulmain) und Helga Gojowski (Kemnath).

65 Jahre: Jette Schindler (Neustadt/Kulm), Gertraut Then (Fürth), Klaus und Ingrid Kohlschmidt (Immenreuth).

60 Jahre: Rudi Lindner, Gerlinde Meyer, Marga Tanner (Wirbenz), Hermann Bauer (Filchendorf) und Renate Reindl (Kemnath).

50 Jahre: Günther Haberstroh und Hans Schott (Wirbenz), Hartmut Schindler (Schlackenhof), Elisabeth Hedler (Bischofsgrün), Irmgard Dötsch (Göppmannsbühl), Gertrud Scherm (Zeulenreuth), Adelheid Vogel (Neustadt am Kulm) und Ursula Bruckner (Speichersdorf).

25 Jahre: Stefan Graf und Marco Schröter (Wirbenz), Tanja Melzner (Gabellohe), Sandra Flögel (Göppmannsbühl), Sandra Reger (Köglitz) und Manuela Preißinger (Immenreuth). (hia)
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