Junge Flüchtlinge greifen Dorfgemeinschaft beim Maibaumaufstellen unter die Arme
Brauchtum international

Sowohl für die Windischenlaibacher als auch für die jungen Flüchtlinge war es eine Premiere: Erstmals halfen die zwölf Schützlinge von Wohngruppenleiter Florian Sammet beim Aufstellen eines Maibaums mit. Bild: hia
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Bayern
03.05.2016
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Windischenlaibach. "Mit denen kann man wirklich was anfangen!", lobte Feuerwehrkommandant Reiner Schneider. Zum Maibaumfest am Sonntagnachmittag waren zur Überraschung alle zwölf unbegleiteten Jugendlichen aus dem Speichersdorfer Flüchtlingswohnheim mit Betreuer Thomas Odewald und den Verwaltungsmitarbeiterinnen aus dem Rathaus, Nadine Laska und Anna Kuhrt, aufgetaucht.

Die Jugendlichen waren auf dem Weg zum Herrenwald zum Kegeln und legten auf halbem Weg am Dorfgemeinschaftshaus einen Zwischenstopp ein. Denn ein Maifest mit -baumaufstellen war für sie ein absolutes Novum, so Laska. Zudem galt es auch noch eine neue Errungenschaft einzuweihen: einen Bollerwagen, den sich der Wohngruppenleiter Florian Sammet so sehnlichst gewünscht hatte. Für diesen hatten die Rathausmitarbeiter Heidi Lauterbach, Nadine Laska, Patrick Kopp, Anna Kuhrt sowie Caritas-Migrationsbeauftragte Dolores Longares-Bäumler zusammengelegt.

Mit den Windischenlaibachern hievten die jungen Flüchtlinge unter Federführung der Feuerwehr das Maisymbol in die Senkrechte. Zum Dank gab es von den Frauen Kaffee und Kuchen. Anschließend zog die Truppe über Brüderes weiter zum Herrenwald. Hier hatten Evi Engelbrecht und Patrick Kopp für eine muslimengerechte Speisekarte gesorgt.

Auch auf den Dorfplätzen in allen anderen Ortsteilen sowie im Luise-Elsässer-Haus gab es Maifeiern. In Roslas stellte die Dorfgemeinschaft zum 25. Mal den Maibaum auf. Auch in Wirbenz und in Guttenthau packte der ganze Ort mit an. In Haidenaab/Göppmannsbühl lag die Organisation in den Händen der Landjugendgruppe, in Plössen bei der Landjugend und beim Frankenberger Geselligkeitsverein.

In einer Gemeinschaftsleistung von Kriegerkameradschaft und Feuerwehr ging die Aktion in Kirchenlaibach vor der Ägidiuskirche über die Bühne. Nach herkömmlicher Art wurde der Stamm mit Holzschwalben in die Senkrechte gehievt. Karl Bäuml gab auf seinem Akkordeon den Takt vor. Pfarrer Sven Grillmeier ließ dazu die Glocken der Sankt-Ägidius-Kirche erschallen.
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