Kathrin Spies als Vikarin der evengalischen Gemeinde Wirbenz eingeführt
Dienst Aufgabe und Geschenk

Pfarrer Dirk Grafe führte Kathrin Spies (Zweiter und Dritte von rechts) als neue Vikarin in der evangelischen Gemeinde Wirbenz ein. Zum Gottesdienst waren auch die Vikare Stefan Fischer Maria Ammon (von links) gekommen, mit denen die neue Seelsorgerin studiert hat. Mit im Bild ist der Vertrauensmann des Kirchenvorstandes, Werner Schlöger (rechts). Bild: hia
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Bayern
14.03.2016
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Es war ein großer Festtag für die Kirchengemeinde. Erstmals in der fast 500-jährigen Geschichte der Pfarrei wurde am Sonntag mit Kathrin Spies in der St.-Johannis-Kirche eine Vikarin vorgestellt und eingesegnet.

Wirbenz/Immenreuth/Kemnath. Kirchenvorstand und Kindergottesdienstkinder geleiteten die neue Seelsorgerin in das voll besetzte Gotteshaus. Neben ihrem Mentor Prodekan Pfarrer Dirk Grafe zogen auch Vikarin Maria Ammon (Pfaffenhofen) und Vikar Stefan Fischer (Sulzbach-Rosenberg) mit ein, die als Assistenten bei der Einführung fungierten.

Neben den Gemeindegliedern der Pfarrei Wirbenz waren auch viele Freunde und Verwandte der Vikarin und Gemeindeglieder aus ihrer Heimatgemeinde Maxhütte-Haidhof gekommen. Den Festgottesdienst gestalteten der Posaunenchor unter Leitung von Susi Kropf, der Kirchenchor unter Leitung von Gertraud Burkhardt sowie Frieda Graf an der Orgel musikalisch.

Nach dem Glaubensbekenntnis wurde die junge Vikarin vorgestellt und in ihr Amt eingesegnet. Pfarrer Grafe verlas in Vertretung des Rektors des Predigerseminars die Aufgaben einer Vikarin und ihre Dienstverpflichtung. Danach stellte Spies ihre drei Assistenten, neben Vertrauensmann Werner Schlöger die Vikare Fischer und Ammon, kurz vor. Beide haben mit ihr studiert. Unter Segensgebet und Handauflegung wurde die 28-Jährige verpflichtet und gesegnet.

In der Predigt ging Grafe auf den Wochenspruch aus dem Matthäus-Evangelium ein. "Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und sein Leben gebe als Lösegeld für viele." Er ermutigte die junge Kollegin, sich im Amt und Dienst immer wieder von Gott Kraft schenken zu lassen. "So lange wir nur meinen, wir können nur aus unseren Kräften leben und das Gelingen unseres Amtes hängt allein von uns ab, müssen wir scheitern." Der Dienst eines Pfarrers sei eine große Aufgabe, aber auch ein großes Geschenk. In den vielen Begegnungen mit den anvertrauten Menschen bei Geburtstags- und Krankenbesuchen, aber auch in den Gottesdiensten, der Schule oder am Gartenzaun werden wir immer wieder reich beschenkt, erklärte Grafe. Er bat die Gemeinde, den Dienst der Vikarin wohlwollend zu begleiten und sie zu unterstützen.

Nach der Feier des Abendmahles würdigten verschiedene Redner die Arbeit der Pfarrei Wirbenz und hießen die Vikarin willkommen. Nach dem stellvertretenden Vertrauensmann Alfred Schuster sprach Pastoralreferent Robert Schultes im Namen der katholischen Nachbarpfarreien. Er freue sich auf die Fortsetzung der sehr guten ökumenischen Beziehungen der Pfarrei mit ihren sechs katholischen Schwestergemeinden. Neben Schultes hatten fast der gesamte Pfarrgemeinderat und die Kirchenverwaltung von Kemnath am Festgottesdienst teilgenommen.

Speicherdorfs Bürgermeister Manfred Porsch freute sich auch im Namen seines Amtskollegen Werner Nickl aus Kemnath sowie vieler Gemeinde- und Stadtratsmitglieder über die neue Vikarin. Bei ihrem Besuch im Rathaus sei die Sonne aufgegangen, meinte Porsch. Er überreichte einen Blumenstrauß. Oberstudiendirektor Knut Thielsen vom Gymnasium Eschenbach überbrachte die Grüße der künftigen schulischen Wirkungsstätte.

Im Anschluss an den Festgottesdienst waren die Gäste zum Empfang in das Gemeindehaus geladen, um Vikarin Spies im persönlichen Gespräch kennen zu lernen.
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