Kirwa in Wirbenz ein Erfolg
Gstanzln im Dauerfeuer

Gute Stimmung herrschte bei der Wirbenzer Kirwa. Die Madla und Burschen hielten fünf Tage lang durch. Bild: hia
Vermischtes BY
Bayern
05.10.2016
23
0

Fünf Tage lang Bier, zünftige Musik und Party. Klar, dass die Stimmbänder nach einigen durchzechten Nächten angekratzt sind. Doch die sechs Madla und 17 Burschen haben bis zum Eingraben der Kirwa tapfer durchgehalten.

Wirbenz. Obwohl Pfarrer Dirk Grafe den Kirwapaaren erlaubte, während des Gottesdienstes eine kleine "Mütze Schlaf" zu nehmen, saßen alle pünktlich in der ersten Reihe. Nicht einmal für eine Minute schlummerten die Madla und Burschen weg. Am Nachmittag wurde dann Platz getauscht, und der Seelsorger gehörte zu den Zuhörern, als Sebastian und Maximilian Graf sowie Peter Burkhardt auf die Bank stiegen und in 40 Reimen das Dorfgeschehen so richtig auf die Schippe nahmen. Dazwischen marschierten die Burschen mit Masskrügen immer wieder unters Kirwa-Volk, um es auf die Kirwa trinken zu lassen. "Dieses Jahr haben sie alles Bisherige getoppt", resümierte Feuerwehrchef Fritz Tanner nach einem einstündigen Dauerfeuer an Gstanzl.

Die drei Siemensianer "waren fleißig am Kirwalieder dichten, denn so können wir euch vom Dorfgeschehen berichten". Da mokierten sie sich darüber, dass der Festwirt zehn Meter zu wenig Festzelt angeliefert hatte, dass in Wirbenz der Partyraum-Wahn herrscht, so dass sie in Wirbenz bald mehr Partyräume wie Einwohner haben. Nur Spott hatten sie für das Bioenergiedenkmal als Touristenmagnet. "Es waren bestimmt schon zehn Leut' da, in die fünf Jahr wo's steht", war zu hören.

Da wurden wilde und laute Mopedfahrten, langsame Traktorfahrten und stinkende Silos ebenso auf's Korn genommen wie im Bikini auftretende Wirbenzer, im Miststreuer geschredderte Hochdruckreiniger und im Feuer versenkte Handys. Ein glückliches Händchen bewiesen die Macher auch im Musikprogramm: Debütant "En el Parlante" alias Peter Ferber heizte dem Publikum genauso ein wie das mittelfränkische Quintett "Dochrinna", die oberpfälzisch-oberfränkische Band "Saggradi" und die drei "Lederhosenlackl" Christoph und Thomas Eemmrig und Volker Hammon.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.