Konsequenz aus Anschlägen
Einschränkungen für Oktoberfest-Besucher

Taschenkontrolle auf dem Oktoberfest in München. Archivbild: dpa
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Bayern
18.08.2016
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München. Mit einem Rucksackverbot, Personenkontrollen und eben einem mobilen Zaun will die Stadt München die Sicherheit auf dem Oktoberfest erhöhen. Man könne die blutigen Attacken in Würzburg, München und Ansbach nicht einfach ignorieren, sagte Kreisverwaltungsreferent Thomas Böhle (SPD) am Mittwoch in München. Wiesn-Chef Josef Schmid (CSU) betonte jedoch, es gebe weiterhin keine konkreten Gefährdungshinweise für das Oktoberfest.

Dennoch werden nun zu Spitzenzeiten bis zu 450 Ordner im Einsatz sein, wie Schmid als Leiter des Referats für Arbeit und Wirtschaft erläuterte. Er sagte: "Die Wiesn wird keine Hochsicherheitszone werden. Aber es wird wichtige Änderungen geben, die alle Gäste betreffen."

Die einschneidendste Neuerung dürfte sein, dass Taschen und Rucksäcke mit einem Fassungsvermögen von mehr als drei Litern mit wenigen Ausnahmen verboten sind und in Sammelstellen abgegeben werden müssen. Außerdem wird es im Verdachtsfall Personenkontrollen geben. Um sämtliche Zugänge zum Festgelände kontrollieren zu können, wird ein etwa 350 Meter langes, bislang noch offenes Teilstück mit einem Zaun geschlossen.

Dieser Vorschlag Schmids war noch im Juli nach wochenlangen Diskussionen vom Wirtschaftsausschuss abgeschmettert worden - zu groß war die Angst, dass der Zaun etwa bei einer Massenpanik zur Todesfalle werden könnte. Doch Tests ergaben nun, dass die mobilen Elemente innerhalb von 50 Sekunden abgebaut werden können.

Die Kosten für die erweiterten Sicherheitsmaßnahmen stehen noch nicht fest. Das größte Volksfest der Welt lockt jedes Jahr mehr als sechs Millionen Besucher an. An einzelnen Tagen schieben sich bis zu 500 000 feiernde und trinkende Menschen über das rund 30 Hektar große Areal. In diesem Jahr dauert das Oktoberfest vom 16. September bis zum 3 Oktober.
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