Kontaktpflege der anderen Art
„Students4studens“ am Beruflichen Schulzentrum Marktredwitz-Wunsiedel

Groß war das Interesse an der Informationsbörse am Beruflichen Schulzentrum in Marktredwitz-Wunsiedel, wo Schüler, Studenten und Firmenvertreter miteinander in Kontakt kommen konnten. Bild: wro
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Bayern
27.12.2015
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Schulleiter Hans-Ottmar Donnert vom beruflichen Schulzentrum fasste sich bewusst kurz. Der letzte Schultag vor den Weihnachtsferien gehörte seinen Gästen, jungen Studenten von den Hochschulen.

Marktredwitz. Die Aula wurde für einige Stunden zur Kontaktbörse, Tische reihten sich an Tische. Das Angebot: umfassende Informationen und die Möglichkeit mit Studenten ins Gespräch zu kommen. Weitere Gesprächspartner waren Vertreter namhafter Marktredwitzer Firmen. Für die Scherdel Gruppe musste Michaela Borzillo, für ABM Greiffenberger Antriebstechnik Maxim Frank immer wieder die Fragen der zahlreichen Besucher beantworten. Ihr gemeinsamer Infotisch aber war nur einer von vielen Anlaufstellen im breiten Angebot.

"Seit 2013 bieten wir gemeinsam mit dem Beruflichen Schulzentrum ,students4students' an. Das wird sehr gerne angenommen." Frank weiß, wie wichtig es ist, mit jungen Leuten in Kontakt zu treten, sie für Firmen hier in der Region zu sensibilisieren. Stellvertretend für die teilnehmenden Firmen erläuterte der ABM-Mitarbeiter die Hintergründe der Kontaktbörse.

Die Veranstaltung biete mehr als nur die Möglichkeit zu Gesprächen mit Leuten, die hier ihre Schulzeit verbracht haben oder noch verbringen. "Students4studens" sei der Auftakt einer mehrteiligen Veranstaltung unter dem Namen "X-mas Reunion" und zugleich auch eine Mischung aus Informationen, Kontaktpflege, Dialog und Partyspass. Warum aber betreibt man solch einen Aufwand? Auf der einen Seite will man laut Frank eine Hilfestellung bei der Berufs- und Studienwahl junger Menschen anbieten, andererseits auf die vielfältigen Karrieremöglichkeiten in Unternehmen aufmerksam machen. "Das geht in einem persönlichen Gespräch einfacher, hier informieren Studenten die Schüler und berichten von ihren Erfahrungen."

Einer der Ansprechpartner war Felix Heinrich aus Schlottenhof bei Arzberg. Sein Infostand, wurde noch ein wenig verhalten frequentiert. Das sei nicht ungewöhnlich, kommentierte Heinrich, der in Freising Forstwissenschaft studiert. Felix möchte später einmal Förster werden. "Ich habe im Forst ein Praktikum gemacht, das hat mir halt gefallen." Sechs Semester liegen noch vor ihm, auf die spätere Arbeit freut er sich. Heute möchte er seine ersten Erfahrungen in diesem Studienfach weitergeben.

Ein ungewöhnliches Studium hat sich Patrick Bauer ausgesucht: "Musikproduzent". Sein Studium an einer privaten Hochschule wird nicht in Semester sondern in sogenannte Module eingeteilt. Auch er wartete noch auf Gesprächspartner, die sich zunächst noch um die Tische mit den eher bekannten Studienfächern wie BWL, Jura oder Informatik scharten.

Reichlich zu tun hatten die beiden Medizinstudentinnen Helene Ernstberger und Anna Barthels von der Uni Leipzig bzw. Jena. Das Interesse daran, aber auch an den anderen Studienplätzen, war groß. Ebenso groß sei aber auch das Interesse der hiesigen Firmen an qualifizierten jungen Leuten, bestätigte Maxim Frank abschließend.
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