Kräuter
Weide

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Bayern
26.01.2016
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Die Weide zählt mit zu den ältesten bekannten Heilpflanzen. Im Frühjahr werden die Rinde und junge Triebe geerntet und zu Weidenrinden Tee, Tinktur, Pulver, Tabletten und Bachblüten verarbeitet. Am bekanntesten ist die schmerzstillende Wirkung der Weide, sie wirkt aber auch entzündungshemmend, harntreibend und schweißtreibend. Man verwendet sie bei Kopfschmerzen, Rheuma, Gicht, Fieber und Entzündungen. Man sollte nicht mehr als 2-3 Tassen Tee tägl. trinken. Da Salizylsäure harte Hautstellen aufweicht, helfen Fußbäder oder Umschläge gegen Hühneraugen und Hautverhornungen. Verboten ist die innerliche Anwendung während der Schwangerschaft und bei Kindern. Ein Heilkräuter Tee sollte nicht länger als 4 Wochen getrunken werden.

Als Bachblüte “Willow” steht die Weide für die Selbstverantwortung.

Weidenrinden-Tee:
1 TL zerkleinerte Weidenrinde mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 10 min ziehen lassen, abseihen.

Weidenrinden-Tinktur:
Die Rindenstücke in ein sauberes Schraubglas füllen und mit 40%igen Alkohol übergießen, alle Pflanzenteile müssen bedeckt sein. Das Ganze 4-6 Wochen an einem warmen Ort stehen lassen, ab und zu schütteln, danach abseihen und in dunkle Flaschen füllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein- bis dreimal täglich 20-50 Tropfen.

Umschläge:
Äußerlich kann man Weiden-Tee oder verdünnte Tinktur in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden.