Kritik an Aktion eines Schamanen
Mandala in KZ-Außenlager unangemessen

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Bayern
24.09.2016
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Hersbruck/Flossenbürg. Ein überdimensionales Mandala eines Schamanen auf dem Gebiet des früheren Außenlagers Hersbruck des KZ Flossenbürg hat der Historiker Ulrich Fritz von der Stiftung Bayerische Gedenkstätten als unangemessen kritisiert. Fritz sagte am Mittwochabend bei einer Veranstaltung in Hersbruck (Landkreis Nürnberger Land), bei einer solchen Aktion trete die Geschichte in den Hintergrund.

Der Schamane Danny Gross hatte Ende August ein "heilendes" Mandala aus Sand mit etwa drei Metern Durchmesser in Hersbruck gelegt, um darin zu trommeln und zu singen. "Mir ist die Aktion zu esoterisch", sagte Fritz, "das ist der Sache historisch nicht angemessen". Bevor man Wunden heilen könne, müsse man feststellen, wer die Wunden habe, wer sie verursacht habe "und welche Wunden nicht zu heilen sind".

Bei dem Abend im Hersbrucker Paul-Pfinzing-Gymnasium berichteten Hersbrucker Zeitzeugen, was sie als Kinder von den etwa 9000 Gefangenen zwischen 1944 und 1945 in ihrer Stadt mitbekommen haben.
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