Kummer mit Schließfach
Bundespolizisten als Urlaubsretter

Symbolbild: dpa
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Bayern
26.07.2016
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München. Mit einer besonderen Fleißarbeit hat die Bundespolizei am Münchner Hauptbahnhof den Wanderurlaub einer Augsburgerin gerettet. Die Frau hatte in München für sich und ihren Freund unter anderem neue Wanderschuhe, eine Softshelljacke sowie Imprägnierspray im Gesamtwert von rund 750 Euro gekauft und in einem Schließfach deponiert. Als dieses bei der Rückkehr leer war, zeigte das Paar den Diebstahl bei der Bundespolizei an. Die Beamten konnten den Fall aber klären und dem Paar die vermissten Sachen zurückgeben.

Die Polizei hatte die Videoaufzeichnungen gesichtet und folgenden Irrtum festgestellt: Die Frau wollte Wechselgeld holen, in der Zwischenzeit stellte ihr Lebensgefährte die Sachen in ein Schließfach und schloss die Tür. Dann kam die Frau, warf das Geld ein und zog den Schlüssel ab - nur warf sie das Geld in das Schließfach nebenan ein. Die Videoaufzeichnungen ergaben, dass eine andere Frau dann die Sachen aus dem unverschlossenen Fach an sich nahm. Die Polizei erstellte nach Angaben vom Dienstag ein Fahndungsfoto dieser Frau.

Tatsächlich wurde die Frau später von einer Streife am Bahnhof erkannt. In einem der drei Schließfächer, in denen sie ihr Hab und Gut aufbewahrt, wurden auch die Sachen der Augsburgerin gefunden. Die 26-Jährige erwartet nun ein Verfahren wegen Diebstahls. Die Frau aus Augsburg war bei der Abholung ihrer vermissten Einkäufe total erleichtert: "Die Wanderschuhe sind für meinen Freund und mich. Sie haben alleine fast 450 Euro gekostet." Und dann sagte sie zu den Beamten: "Sie haben unseren Urlaub gerettet."
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