Landeanflug auf München
Drohne kommt Airbus in die Quere

Drohnen dürfen nicht höher als 100 Meter fliegen. Bei München stieg so ein Gerät bis auf 1700 Meter und kam einem Airbus nahe. Bild: dpa
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Bayern
07.08.2016
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Das war knapp: Beim Landeanflug eines Lufthansa-Airbus auf den Münchener Flughafen kommt es zu einer gefährlichen Begegnung mit einer Drohne - und das in 1700 Metern Höhe.

Schwabhausen. In nur etwa zehn Metern Entfernung bemerkte der Pilot des mit mehr als 110 Menschen besetzten Passagierflugzeugs am Donnerstagabend plötzlich das Fluggerät. Angesichts des Vorfalls, der glücklicherweise ohne Folgen blieb, mahnte die Piloten-Gewerkschaft Cockpit Konsequenzen an. "Man stelle sich vor, die Drohne wäre ins Triebwerk geraten oder ins Cockpit eingeschlagen - da wären im schlimmsten Fall Menschenleben in Gefahr gewesen", sagte Cockpit-Sprecher Markus Wahl. Er forderte mehr Aufklärung von Drohnen-Besitzern und technische Lösungen, "die sicherstellen, dass Drohnen am Flughafen gar nicht erst rumfliegen und nicht höher als 50 Meter aufsteigen können".

Der Zwischenfall ereignete sich über der Gemeinde Schwabhausen bei Dachau. Der Airbus A 321 kam nach Angaben eines Lufthansa-Sprechers aus Frankfurt am Main, an Bord seien 108 Passagiere und 6 Besatzungsmitglieder gewesen.

Die mit vier Rotoren ausgestattete Drohne sei nur etwa zehn Meter neben der rechten Flügelspitze des Airbus unterwegs gewesen, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Nord mit. Nach Angaben des Piloten habe die Drohne einen Durchmesser von etwa 50 Zentimetern gehabt. Eine Annäherung an Luftfahrzeuge aller Art sei "nicht nur überaus gefährlich, sondern auch verboten".

Wer für den Flug der Drohne verantwortlich ist, war auch am Samstag laut Polizei noch unklar.
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