Landeskriminalamt vermeldet Halbjahresbilanz
145 Drogentote in Bayern

Die Zahl der Toten durch Drogenkonsum steigt laut Statistik der Ermittlungsbehörden seit einigen Jahren wieder an. Bild: dpa
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Bayern
12.07.2016
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München. Im ersten halben Jahr sind in Bayern 145 Menschen an Drogen gestorben. Das seien ebenso viele wie von Januar bis Juni 2015, sagte ein Sprecher des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) in München. Einen Anstieg meldete die Stadt München. Bis zum 1. Juli gab es dort laut dem Polizeipräsidium 36 Drogentote. Im Vorjahr waren es im selben Zeitraum 32, 2014 nur 23.

Wie sich die Zahlen bis Ende des Jahres entwickeln werden, können die Experten nicht vorhersagen. Das LKA sprach von Wellenbewegungen. Sicher ist nur: Seit einigen Jahren sterben immer mehr Menschen an Rauschgift. 2013 waren es 230 Fälle, 2014 dann 251. Im vergangenen Jahr meldete das Innenministerium 314 Drogentote. Die Behörde macht für diese Entwicklung einen erhöhten Wirkstoffgehalt und das Strecken mit Chemikalien verantwortlich.

Psychoaktive Substanzen


Sorgen bereitet den Experten nach wie vor Crystal Meth. Auch sogenannte neue psychoaktive Substanzen spielen eine immer größere Rolle. Die Zahl der damit verbundenen Todesfälle stieg in Bayern stark. Laut Innenministerium gab es 2013 einen einzigen Toten, ein Jahr später bereits zehn. 2015 starben 21 Menschen. Diese Substanzen werden verharmlosend als Badesalz oder Kräutermischungen verkauft, meist übers Internet. Ende Juni starb eine 14-Jährige, in Dietfurt (Kreis Neumarkt) durch die Droge Liquid Ecstasy.
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